Erkelenz: Finanzamt: Neubau und neue Chefin

Erkelenz : Finanzamt: Neubau und neue Chefin

Der Umzug in die neu an der Südpromenade errichtete Finanzamt-Erweiterung ist vollzogen. Der Schlüssel wurde gestern offiziell übergeben. Und Dagmar Andernach-Lürken wurde als Finanzamtsvorsteherin begrüßt.

An einem Hauptstandort und in zwei Nebenstellen waren die 156 Beschäftigten des Erkelenzer Finanzamtes bislang untergebracht - das hat sich geändert, denn gestern wurde offiziell der Schlüssel für den neuen Finanzamtanbau übergeben. Die Nebenstellen wurden aufgegeben. Die Finanzbehörde ist für rund 112 000 Einwohner und 13 000 Unternehmen in Erkelenz, Hückelhoven und Wegberg zuständig. Gleichzeitig wurde das Finanzamt gestern unter neue Leitung gestellt. Vorsteherin ist jetzt Dagmar Andernach-Lürken. Sie übernahm die Aufgabe von Michael Bungartz. Er wechselte nach Bergheim.

Ein neues Gebäude konnte das Erkelenzer Finanzamt beziehen. Es liegt neben dem Altbau an der Südpromenade, in den am Montag wiederum Handwerker für Sanierungsarbeiten einziehen. Foto: Jürgen Laaser

"Aus menschlicher und dienstlicher Sicht ist es enorm wichtig, dass alle Mitarbeiter in einem Gebäude arbeiten", unterstrich die neue Vorsteherin. Sie sei erfreut, dass ihre Amtszeit gleich "mit einem top vorbereiteten Umzug" begonnen hat: "Alle, die inzwischen zurück in das Hauptgebäude gezogen sind, sind sehr zufrieden."

Errichtet wurde an der Südpromenade von der Bauherrin und Vermieterin, der GPS-Gesellschaft für Private Stadtentwicklung, ein vierstöckiges Bürogebäude mit einer Nutzfläche von rund 1000 Quadratmetern. Mit den 2000 Quadratmetern Nutzfläche im Altbau, der von 1957 stammt, haben die Mitarbeiter des Finanzamts jetzt "etwas Luft", wie Regierungsdirektorin Andernach-Lürken sagte. Mehr Platz in den Büros ist auch einem großen Raum im Erdgeschoss des Neubaus zu verdanken. Dazu erklärte der bisherige Vorsteher Michael Bungartz: "Wir verfügen erstmals über ein großes Zentralarchiv. Früher waren die Bewertungsakten, wir sprechen über 64 000, in den Büros der Mitarbeiter untergebracht." In Aachen sei das System in einem Pilotverfahren getestet worden. Inzwischen wurde es außerdem in Solingen und Mönchengladbach umgesetzt. Im Juni zogen somit nicht nur die Mitarbeiter um, sondern auch viele Akten. "Die hätten elf Lastzüge gefüllt", gab Michael Bungartz ein Gefühl, wie viel 64 000 Akten sind. Das neue Regalsystem beherberge nach aktuellem Stand 600 laufende Meter mit Papieren gefüllte Kladden.

Verantwortung hat die neue Vorsteherin für 156 Mitarbeiter sowie 16 Auszubildende. Verantwortung trägt sie zumindest in nächster Zeit auch für weitere Baumaßnahmen. Denn Schluss war mit dem gestrigen Tag nicht. "Ab Montag wird die Geschäftsstelle umgebaut, so dass wir künftig wieder einen Sitzungssaal haben und nicht mehr auf die Kantine ausweichen müssen. Zudem werden im Altbau Büros saniert und: Danach werden wir den Eingangsbereich kundenfreundlicher und funktionaler umgestalten" kündigte Andernach-Lürken an.

Zunächst einmal war gestern jedoch ein Tag der Freude über das Neue, wozu der Oberfinanzpräsident der Oberfinanzdirektion NRW, Werner Brommund, betonte: "Doppeltes Glück für Erkelenz. Sie bekommen nicht nur einen äußerst gelungenen neuen Gebäudetrakt, sondern auch eine äußerst charmante, quirlige und dennoch gelassene neue Vorsteherin."

(RP)
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