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Erkelenz/Wegberg: Feuerwehren modernisieren sich

Erkelenz/Wegberg : Feuerwehren modernisieren sich

Die Erkelenzer und Wegberger Feuerwehren stellen sich neu auf: Gestern wurden in Erkelenz die neue Garage und das neue Einsatzfahrzeug für die Verwaltungsstaffel übergeben. In Rickelrath entsteht ein neues und modernes Gerätehaus.

Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen und Wehrleiter Wolfgang Linkens fühlten sich an alte Zeiten erinnert. Damals nämlich, als sie selbst ihre Feuerwehrlaufbahn in der Verwaltungsstaffel begannen. Und heute blicken beide mit Stolz darauf, wieder eine schlagkräftige Verwaltungsstaffel aufgebaut zu haben. Was nur noch fehlte, war eine ordentliche Garage für das Einsatzfahrzeug — gestern segneten die beiden Feuerwehrseelsorger Ursula Rothkranz und Manfred Jung die Garage und auch das neue Einsatzfahrzeug ein.

 Bürgermeister Reinhold Pillich (l.) packte gestern fleißig an, damit das Gerätehaus in Rickelrath noch in diesem Jahr fertig wird.
Bürgermeister Reinhold Pillich (l.) packte gestern fleißig an, damit das Gerätehaus in Rickelrath noch in diesem Jahr fertig wird. Foto: Jürgen Laaser

Bis zu 100 Einsätze

"Die Verwaltungsstaffel ist eine wesentliche Unterstützung unserer Löschgruppen. Im Schnitt rückt die Staffel zu 90 bis 100 Einsätzen aus", erklärte Wehrleiter Wolfgang Linkens. Die Staffel wurde am 1. Oktober 2009 in das Einsatzgeschehen der Erkelenzer Freiwilligen Feuerwehr eingebunden, neu initiiert wurde die Staffel von Linkens. Acht Mitarbeiter der Verwaltung und vier Mitarbeiter des Baubetriebshofes gehören der Verwaltungsstaffel an. Peter Jansen stellte die Motivation seiner Mitarbeiter heraus, die die Staffel engagiert mit Leben füllen.

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"Ich erinnere mich noch genau an die alten Zeiten, als das Gerätehaus von Erkelenz-Mitte da stand, wo heute das Stadtarchiv ist", so Jansen weiter. Wichtig war übrigens auch, ein neues Einsatzfahrzeug anzuschaffen, denn seit Oktober steht der Verwaltungsstaffel ein Löschfahrzeug LF 10/6 zur Verfügung.

Spatenstich für neues Gerätehaus

Unterdessen entwickelt sich auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wegberg weiter. Gestern erfolgte der Spatenstich zum Neubau des Gerätehauses in Rickelrath. Der Bau war dringend notwendig geworden. Denn: Im Einsatzfall muss das Fahrzeug erst aus dem Gerätehaus gefahren werden, ehe die Wehrleute die Einsatzkleidung anziehen können. Die beengten Verhältnisse werden jedoch bald ein Ende haben. "Trotz der angespannten Haushaltslage müssen wir Prioritäten setzen. Das gilt vor allem bei den Themen Sicherheit, Ordnung, Brandschutz und Gefahrenabwehr", sagte Wegbergs Bürgermeister Reinhold Pillich beim Spatenstich.

Errichtet wird das Gebäude an der Schwaamer Straße. Der Brüggener Architekt Winfried Goertz hat ein Gebäude geplant, dass über rund 150 Quadratmeter Nutzfläche verfügt. Entstehen werden eine Fahrzeughalle mit Werkstatt sowie Nebenräume, in denen die Umkleiden, der Schulungsraum und sanitäre Anlagen untergebracht sind. Die Löschgruppe um Löschgruppenführer Michael Kluth sehnt das Ende des Jahres schon herbei, denn voraussichtlich im November soll das Gebäude fertig sein. Seit 1964 sind die Rickelrather Wehrleute in ihrem jetzigen Gerätehaus untergebracht, das nicht mehr den modernen Standards entspricht.

(RP)