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Feuerwehr Erkelenz: Warum Einsatzlagen komplexer werden

Lehrgangsabschluss bei der Feuerwehr Erkelenz : Warum Einsatzlagen komplexer werden

Bei der Feuerwehr der Stadt Erkelenz ging es in einer Ausbildung um Technische Hilfeleistung. Was alternative Fahrzeugantriebe und auch Aufzüge damit zu tun haben.

Auch bereits ausgebildete Feuerwehrleute bilden sich weiter, und das stetig und mit Augenmaß. Bei der Feuerwehr der Stadt Erkelenz endete jetzt die Fachausbildung Technische Hilfeleistung. „Die Fachausbildung richtet sich an bereits ausgebildete Feuerwehrangehörige. Sie stellt eine Vertiefung und Spezialisierung für die immer komplexer werdenden Szenarien im Bereich technischer Einsatzlagen dar“, erklärt Stadtbrandinspektor Malte Ammernick, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Erkelenz und Leiter des Fachbereichs Ausbildung.

Einmalig dürfte die Absolvierung dieses Lehrganges so gut wie nie bleiben, denn: Die Einsatzsituationen in der technischen Hilfeleistung nehmen einen immer größeren Stellenwert in der Feuerwehrarbeit ein. Daran wird sich auch wohl nichts ändern. Umso wichtiger, wenn Feuerwehrangehörige auf aktuellem Stand sind. Das Retten von Personen aus verunfallten Fahrzeugen, das Befreien von eingeklemmten Personen aus Maschinen oder unter großen Lasten, die Befreiung von Personen aus Aufzügen oder von hilfebedürftigen Personen hinter verschlossenen Türen: An der Einsatzstelle warten Szenarien, die unterschiedlicher und oft auch unerwarteter nicht sein können.

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„Die Rettung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen wird für die Feuerwehr immer anspruchsvoller. Dies hängt nicht zuletzt mit den hohen Sicherheitseinrichtungen in Fahrzeugen, als auch mit alternativen Fahrzeugantrieben zusammen“, beschreibt Malte Ammernick die Gründe weiter, die die Notwendigkeit dieser Ausbildung erläutern.

Die Ausbilder gestalten diesen Lehrgang immer realistisch, „weil uns ein ansässiger Abschleppunternehmer entsprechend deformierte Unfallfahrzeuge zur Verfügung stellt, ein Erkelenzer Autohaus zur Veranschaulichung ein Elektrofahrzeug bereitstellt und wir im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus an den vielfältigen Aufzugsanlagen die Notbefreiung trainieren können“, sagt Malte Ammernick. Weitere unterschiedliche Rettungsübungen haben die Wehrleute auf dem Gelände des städtischen Bauhofes ebenfalls realitätsnah durchgeführt.

Die Ausbildung umfasste 38 Stunden in Praxis und Theorie. Die Lehrgangsleitung übernahmen Brandoberinspektor Tim von Wirth und Stadtbrandinspektor Malte Ammernick. Sie erhielten die Urkunden: Ralf Brandt, Sven Siebel, Alexander Weckerle, David Heymanns (alle Löscheinheit Borschemich-Keyenberg-Kuckum), Kerstin Hartmann, Marcel Tarnowitz (beide Erkelenz), Jan Podlaski (Gerderhahn), Daniel Nießen (Granterath), Leon Klein, Mathias Wermter (beide Kückhoven-Immerath), Eric Jäschke, Tobias Kühner und Kerstin Preiß (alle Lövenich).