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Ferienspiele in Erkelenz: Zum Abschluss werden die Politiker nass

Ferienspiele in Erkelenz : Zum Abschluss werden die Politiker nass

Unter Corona-Bedingungen hatte die Stadt Erkelenz ein beachtliches Ferienprogramm ermöglicht. Dazu gehörten regelmäßige Schnelltests der Kinder. Zum Ausklang gab es eine Olympiade mit prominenten Gästen.

Neben Zufriedenheit ist auch ein Stück weit Erleichterung bei Katharina Lüke vorhanden, als sie über die Sommerferienspiele der Stadt Erkelenz Bilanz zieht. „Es hat alles bestens geklappt“, meint die Stadtjugendpflegerin von Erkelenz auf der Wiese von Haus Hohenbusch, wo mit der Sommerolympiade traditionell die Hohenbusch-Woche im Rahmen der Sommerferienspiele endet.

Für das große Fragezeichen, das hinter der Ausrichtung der Ferienspiele stand, sorgte die Corona-Pandemie. Zwar war das Programm angepasst und die Teilnehmerzahl begrenzt worden, trotzdem war oft nicht klar, ob eine Tour oder eine Veranstaltung tatsächlich stattfinden könnte. „Es konnte bei unserem Plan bleiben“, freut sich Katharina Lüke. Ihr Konzept, ständig und häufig Corona-Schnelltests vor Beginn einer Veranstaltung durchzuführen, hatte sich bewährt: „Wir hatten keinen einzigen Corona-Fall.“ Sie und vier Mitglieder des Ferienspiele-Teams hatten eine Ausbildung absolviert, um Schnelltests abnehmen zu dürfen.

Ohnehin ist es das Team, das die Jugendpflegerin in den Mittelpunkt stellt. „Ohne die Gruppe der Teamer hätten die Ferienspiele nicht stattfinden können“, betont sie. Das umfangreiche Programm, das enorme ehrenamtliche Engagement junger Leute, das Zusammenspiel von Stadt, Kirchen und anderen Organisationen lassen die Sommerferienspiele in Erkelenz als ein weit in die Region hinein wirkendes Vorbild erscheinen.

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Auch beim Abschluss auf Hohenbusch wird Katharina Lüke nicht müde, den Einsatz ihrer Teamer zu loben. 20 sind bei der Olympiade zugegen, als 60 Kinder ihre Hohenbusch-Woche beenden. Auf einem Parcours mit sieben abgegrenzten Stationen toben sie sich noch einmal gegen Ehrengäste aus, sammeln dabei Wasserbomben, mit denen sie ihre Kontrahenten nach der Siegerehrung „einweichen“ können. Sackhüpfen und Büchsenwerfen oder Bobby-Car-Rennen gehören zu den Aufgaben, an denen sich die Kinder mit Bürgermeister Stephan Mucken, dem Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers und den Landtagsabgeordneten Thomas Schnelle und Stefan Lenzen messen. „Hierhin kommen die Politiker nicht, um Politik zu machen, sondern um hautnah das Ferienprogramm mitzuerleben“, sagt Lüke.

Dass die Herren in luftiger Freizeitkleidung chancenlos in den Spielen sind, spielt dabei keine Rolle. Die Begeisterung bei den kleinen Sieger ist groß, als sie den Bürgermeister kopfüber beim Tauziehen über die Markierung ziehen. Der vergebliche Hechtsprung ins Ziel beim Sackhüpfen verdeutlich durchaus den Ehrgeiz von Lenzen, nicht kampflos den Sieg herzugeben. Lüke: „Hier wird gespielt, nicht auf Stimmen gezielt.“ Das sehen die Politiker ebenso, als sie pitschnass von dannen ziehen.