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Erkelenz: Ferien-Zirkus: In fünf Tagen zu Nachwuchsakrobaten gereift

Erkelenz : Ferien-Zirkus: In fünf Tagen zu Nachwuchsakrobaten gereift

In den Ziegelweiherpark in Erkelenz machten sich am Samstag viele Familien auf: Dort zeigten Kinder zwei Zirkus-Shows, die zum Staunen einluden.

Der Hückelhovener Streetworker Markus Bassauer ist in diesen Minuten so etwas wie der Herr unzähliger Popcorntüten. Akribisch achtet er darauf, dass kein Kind ohne Tüte das Zirkuszelt betritt. Unterdessen sorgt der Erkelenzer Stadtjugendpfleger Markus Wilmer für Getränkenachschub. Und dann ist da auch Detlef Bonsack vom evangelischen Jugendzentrum ZaK in Erkelenz, der am Eingang des Zeltes für Ordnung sorgt. Es ist eine Menge los im Ziegelweiherpark.

Eine Woche lang war der pädagogische Zirkus Soluna aus Köln-Mülheim zu Gast in Erkelenz. Bei drei im Kreis Heinsberg tätigen Jugendämtern und unter Mitarbeit verschiedener Jugendzentren stand ein Zirkusprojekt als Mitmachaktion in Erkelenz auf dem Programm der Herbstferien. Am Samstag gab es den großen Abschluss mit gleich zwei Vorstellungen.

Die Kinder brachten ihr Publikum regelrecht ins Staunen. Das, was die Kinder in nur einer Woche gelernt hatten, war schlichtweg enorm. Das Programm war rasant, die Nummern spektakulär - die Kinder boten so ziemlich alles, was in ihnen steckt. Los ging's mit den lustigen Flaschenclowns, die die Lacher schnell auf ihrer Seite hatten. Ihr Problem: Sie hatten vergessen, ihre Nummer zu proben. Dass die dann nicht auf Anhieb saß, war schon ein prima Einstieg in die Vorstellung.

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Wohl mehrfach dürfte den Eltern im Publikum der Atem gestockt haben. Der Grund dafür waren die Präsentationen, bei denen Feuer zum Einsatz kam, auf dem Hochseil balanciert oder an langen, vom Zirkusdach hängenden Tüchern in der Luft geturnt wurde. Hier bewiesen die Kinder ein hohes Maß an Mut.

Konzentriert sorgten die Nachwuchsartisten für eine rundum gelungene Darbietung. Im Hintergrund waren es immer wieder die Betreuer, die gerade bei den Nummern mit dem Feuer oder in luftigen Höhen besonders aufgepasst haben, so dass nicht schiefging.

Klasse war auch der Teil der lebhaften Vorstellung, in der Glasscherben und ein Nagelbrett in die Manege kamen. Auch hier agierten die Kinder so, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht. Und wie kommen eigentlich die Knoten in die Seile oder warum verbinden sich plötzlich die bunten Tücher zu einer langen Schlange? Diese Tricks kennen nach der einwöchigen Ferienaktion nun auch die kleinen Zauberer, die in der Manege am Samstag das Publikum verzauberten.

Was wäre ein Zirkus ohne Trapez? Auch hieran wagten sich Kinder in luftige Höhen, um durch das Zirkuszelt zu schaukeln. Tanz, Arobatik, Salti vom Trampolin und noch viel mehr - die Präsentation der Kinder sorgte für viel Begeisterung. Am Ende beider Aufführungen gab es großen Applaus für alle jungen Darsteller aus Erkelenz, Hückelhoven und Wassenberg sowie für die Betreuer von den Jugendzentren, denen mit Rosen gedankt wurde.

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