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Fast 190.000 gefahrene Kilometer: Erkelenz ragt beim Stadtradeln heraus

Fast 190.000 gefahrene Kilometer : Erkelenz ragt beim Stadtradeln heraus

Knapp 100 Erkelenzer sind in drei Wochen fast fünf mal um den Äquator gefahren. Im Vergleich zum restlichen Kreis Heinsberg ist die Stadt damit ganz weit vorne.

Es ist im Endeffekt nur ein kleiner Baustein, nur eine symbolische Geste im großen Prozess der Mobilitätswende. Doch das Ergebnis, das die Erkelenzer beim Stadtradeln gesammelt haben, kann sich in ganz Nordrhein-Westfalen sehen lassen. 997 Aktive haben in 20 Tagen insgesamt 188.227 Kilometer zurückgelegt. Unter allen NRW-Städten bis 49.999 Einwohner liegt Erkelenz damit auf Platz 13. Im Kreis Heinsberg steht die Erka-Stadt mit im wahrsten Sinne des Wortes meilenweitem Abstand an der Spitze: Mehr als 60 Prozent der in den zehn Kommunen des Kreises geradelten Kilometer gingen auf das Konto von Erkelenz.

„Das Stadtradeln ist eine Erfolgsgeschichte. Wir haben unser Ergebnis seit 2017 fast verdreifacht, haben in diesem Jahr fast fünf Mal den Äquator umrundet. Es macht Spaß zu sehen, wie gut das angenommen wird“, sagte Bürgermeister Stephan Muckel bei einer Preisverleihung in der Stadthalle.

Einen großen Teil zum guten Ergebnis trug das Cusanus-Gymnasium bei, das erstmals beim Stadtradeln teilnahm. Mit insgesamt 541 Teilnehmern aus Schüler-, Lehrer- und Elternschaft sowie mehr als 68.000 gefahrenen Kilometern stellte das Cusanus, das zu den größten Gymnasien in NRW zählt, auch gleich Erkelenzer Bestmarken auf. Unter 965 teilnehmenden Schulen im Land waren nur vier besser.

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Besonders stark waren auch die CDU (73 Teilnehmer), die Grünen (49) und der Ski- und Freizeitsportclub Erkelenz (49) unterwegs. Die aktivsten Teilnehmer kamen wenig überraschend derweil aus den Reihen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC): Dort legten die Mitglieder im Schnitt 870 Kilometer zurück.

Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses. Ziel ist es, in einem bestimmten Zeitraum als Stadt möglichst viele Kilometer per Rad zurückzulegen – idealerweise mit Fahrten, die die alltäglichen Autofahrten ersetzen. So soll das Bewusstsein für umweltfreundlichere Mobilität in der Bevölkerung gestärkt werden. „Man sieht mittlerweile immer häufiger, dass das Rad eine dominantere Rolle im Stadtbild einnimmt“, findet Bürgermeister Muckel. „Wir müssen es aber schaffen, und da schließe ich mich selbst mit ein, dass wir gerade diese kurzen Strecken bis fünf Kilometer häufiger mit dem Rad erledigen.“

Der Erkelenzer Klimaschutzmanager Oliver Franz hofft, mit steigender Bekanntheit künftig noch mehr Menschen für das Stadtradeln begeistern zu können: „997 Teilnehmer sind schon super, aber es ist trotzdem nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Das Fahrrad hat noch viel Potenzial.“

Hinter Erkelenz war Hückelhoven mit 23.990 Kilometern die zweitbeste Stadt im Kreis. Wassenberg landet mit 16.119 Kilometern auf Rang vier, Wegberg mit 4109 Kilometern auf Platz acht.

(cpas)