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ADFC-Test: Erkelenz auf Platz elf: Fahrradfahrer mögen Erkelenz

ADFC-Test: Erkelenz auf Platz elf : Fahrradfahrer mögen Erkelenz

Bei einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) landet Erkelenz in Nordrhein Westfalen auf Platz elf.

Die Stadt ist fahrradfreundlich. Das steht plakativ auf Schildern an den Erkelenzer Ortseingängen. Der "Fahrradklima-Test 2012" hat jetzt ergeben, wie fahrradfreundlich die Stadt ist: Erkelenz belegt bundesweit unter den Städten und Gemeinden unter 100 000 Einwohner den 21. Platz, in Nordrhein-Westfalen sogar den elften Platz. 252 Kommunen dieser Größenordnung nahmen an der Umfrage teil, indem dort mindestens die erforderlichen 50 Interviews mit Fahrradfahrern geführt wurden. Organisiert wurde die vom Bundesverkehrsministerium geförderte Befragung zum fünften Mal seit 1988 vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) gemeinsam mit der Fahrrad-Fachhandelsgruppe ZEG.

Die Stadt Erkelenz hatte die Teilnahme am "Fahrradklima-Test" nachdrücklich unterstützt. Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt, erklärte dazu im Oktober: "Wir haben in den vergangenen Jahren viele Projekte zur Förderung des Radverkehrs in Erkelenz erfolgreich umgesetzt. Der Fahrradklima-Test bietet die Möglichkeit festzustellen, ob sich die positive Entwicklung auch in der Wahrnehmung der Erkelenzer Radfahrer widerspiegelt."

Auf einer Skala zwischen eins und sechs konnten die Teilnehmer an der Befragung beispielsweise angeben, ob das Fahrradfahren in Erkelenz eher Spaß macht (eins) oder Stress bedeutet (sechs). Hier landete die Stadt bei 2,66. Beste Werte gab es für die Fragen "Ist das Stadtzentrum gut mit dem Fahrrad zu erreichen?" (2,04), "Kann man zügig und direkt Ziele mit dem Rad erreichen oder wird man behindert und muss Umwege fahren?" (2,28) und "Sind die meisten Einbahnstraßen in der Gegenrichtung für Radfahrer freigegeben?" (1,90). Eine Schwäche sind Leihräder, die als nur schwer zu bekommen bewertet wurden (4,73). Aus Sicht der Radfahrer könnte die Stadt auch strenger überwachen, dass Autos nicht auf Radwegen parken. Die Ampelschaltungen sollten auch besser auf Fahrradfahrer abgestimmt werden. Dass Radwege im Winter gut geräumt und gestreut sind, konnten die Teilnehmer an der Befragung eher nicht bestätigen. Zudem sollten Baustellen besser auf die Bedürfnisse von Radfahrer eingerichtet werden.

Teilgenommen haben aus Erkelenz 74 Fahrradfahrer an der Befragung. Platz eins in der Städtekategorie, zu der Erkelenz gehört, schaffte bundesweit Bocholt mit einem Durchschnittswert von 2,16. Erkelenz kam bei der ersten Teilnahme an der Befragung auf einen Wert von 3,20. "Das Ergebnis ist mehr als positiv", sagte gestern Nicole Stoffels vom Erkelenzer Stadtmarketing, das die Fahrradfreundlichkeit der Stadt vorantreibt. Verwaltung und der Arbeitskreis fahrradfreundliches Erkelenz fühlten sich in ihren Bemühungen bestärkt: "Dass wir Einbahnstraßen für Radfahrer geöffnet haben, wurde positiv bewertet — zudem wurde so erreicht, dass das Stadtzentrum auf kürzeren Wegen erreichbar ist." Fortsetzen will Erkelenz seine Bemühungen: "Wir haben bei der Bezirksregierung Fördergeld beantragt, um die Sicherheit und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr zum Beispiel in diesem Jahr bei einem Aktionstag zu thematisieren. Auch gibt es am 5. Mai wieder die Veranstaltung ,Fahrradfrühling'."

(ape)