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Erkelenz: Erstmals türkische Austauschschüler

Erkelenz : Erstmals türkische Austauschschüler

Elf- bis 14-jährige Schüler aus Izmir besuchen derzeit die Erkelenzer Europaschule (Realschule).

"Herzlich willkommen" heißt es hierzulande, in der Türkei sagt man "Hos geldiniz". Bürgemeister Peter Jansen jedenfalls begrüßte gestern so seine Gäste im Sitzungssaal des Rathauses. "Es ist das erste Mal, dass ich eine türkische Schülergruppe in unserem Erkelenzer Rathaus begrüßen darf", freute sich der Verwaltungschef. Acht Schüler im Alter zwischen elf und 14 Jahren, dazu die Lehrerinnen Aylin Koc, Nazife Eroglu und Eylem Erkal sind in diesen Tagen Gäste der Europaschule, Realschule der Stadt Erkelenz.

Der Kontakt kam über ein Comenius-Projekt zustande. "Die Vorbereitungsphasen laufen ja immer übers Internet. Wir sind dann auf ein interessantes Mathe-Projekt gestoßen, das Schüler einer Schule in Izmir vorgeschlagen haben", sagte gestern Willi Schmitz, der Rektor der Europaschule. Aus verschiedenen Gründen konnten die türkischen Schüler, die übrigens aus der Sekundarschule Petkim Orta Okulu in Izmir stammen, nicht am Comenius-Projekt teilnehmen, doch für die Europaschule blieb die türkischstämmige Lehrerin Nese Demirdag am Ball und organisierte letztlich den Besuch der türkischen Delegation, der am Samstag begann.

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Die Verständigung läuft in englischer Sprache - dies sei, so Willi Schmitz für beide Seiten einfach. So funktioniert auch der Unterricht, an dem die Schülerinnen und Schüler aus der Türkei teilnehmen. Doch neben dem Unterricht sollen die türkischen Gäste auch etwas von der Umgebung kennenlernen, so stehen derzeit nicht nur Erkundungstouren durch die Europaschule und die Stadt auf dem Plan, auch war die Gruppe schon in Köln und wird heute eine Fahrt in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf unternehmen.

Der erste Kontakt läuft schon mal reibungslos. Wie sich die Zukunft der beiden Schulen gestaltet, ob sich sogar eine Partnerschaft beider Schulen entwickelt, wird die nächste Zeit zeigen. Willi Schmitz: "Wenn wir sehen, dass beide Seiten gut zueinander passen, bin ich sofort dabei. Doch man muss sehen, dass die Lehrer viel private Zeit investieren, um ein solches Projekt zu begleiten." Zunächst jedoch sind Willi Schmitz und seine Kollegen sowie auch die Schüler stolz, die türkische Delegation in den Alltag der Erkelenzer Europaschule einbinden zu können.

Schon am Donnerstag endet der Besuch der Delegation.

(RP)