Eröffnung Verteilzentrum der Post an Kölner Straße in Erkelenz

Neubau in Erkelenz : Neue Verteilstation der Post eröffnet

Das neue Verteilzentrum für Briefe und Pakete in Erkelenz ist für die Zukunft ausgelegt. In Erkelenz fahren zukünftig 32 elektrisch betriebene Transportfahrzeuge.

Deutlich entspannter hat sich die Arbeitssituation für die Postzusteller entwickelt, seitdem für die Verteilung neue Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Nun wurde das Gebäude an der Kölner Straße eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Der Weihwasserstab von Kaplan Philipp Schmitz hakte ein wenig, doch dann flogen die kleinen Tropfen über Elisabeth Müller-Platz und Josef Viethen und alle anderen Gäste. Das neue Gebäude war gesegnet. Der Betrieb läuft dort schon seit Mitte des Jahres. Das Gelände zur Verfügung gestellt hatte Elisabeth Müller-Platz. „Ich wollte sowieso darauf bauen, da bot es sich an, das für die Post zu tun.“ Denn die alte Verteilstation war längst nicht mehr ausreichend. Die Eigentümerin sprach von einer win-win-Situation, beide Seiten profitieren.

Ermöglicht wurde das durch einen punktgenau ausgeführten Bau, der auch für die Zukunft ausgelegt ist. Architekt Josef Viethen konnte mit Genugtuung berichten, dass die Baukosten eingehalten wurden, keine Selbstverständlichkeit. Ermöglicht wurde das, weil verbindliche Angebote der beteiligten Unternehmen eine genaue Kalkulation und damit einen genauen Mietpreis ermöglichten. Und anschließend sich alle an ihre Vorgaben hielten. Bei bürokratischen Anwendungen von Schallschutzbestimmungen unterstützte die Stadt das Bauvorhaben durch Intervention bei Umweltbehörden. „Die konsequente Anwendung der Vorschriften hätte den Bau beinahe platzen lassen“, atmete der Architekt noch nachträglich auf. Er schaffte es, sogar einen Monat früher als geplant fertig zu werden. Ohne jeden Unfall.

Geschaffen wurde ein Gebäude, in dem zu jeder Jahreszeit geschützt Briefe, Pakete und Päckchen angeliefert und ausgeladen werden. Danach wandern die Umschläge und Kisten sofort in die entsprechenden Fahrzeuge. In Erkelenz fahren zukünftig 32 Street-Scooter – elektrisch betriebene Transportfahrzeuge – durch die Straßen. Die meisten der 34 Zusteller werden mit diesen Fahrzeugen Briefe und Pakete und Päckchen zustellen. Nur noch sechs Fahrräder sind unterwegs. Ergänzt werden die „Gelben“ von vier reinen Paket-Fahrzeugen.

„Die meiste Post wird im Verteil-Zentrum in Güdderath bereits für den Zusteller vorsortiert“, erklärte Michael Terstappen, Leiter des Zentrums. Trotzdem beherbergt ein Teil des neuen Gebäudes noch die ursprünglichen Steckplätze, weil nicht alle Post über das Verteilzentrum kommt. Die Post arbeitet darüber hinaus am Ausbau von Packstationen, die dezentral für mehr Kundenfreundlichkeit sorgen sollen. Wer sich wundert, dass seine Post zu einer anderen Zeit eintrudelt, dessen Zustellbezirk wurde womöglich geändert. „Wir überprüfen immer wieder, ob die Zustellbezirke noch gleichmäßig aufgeteilt sind.“ Denn für Terstappen ist die Zufriedenheit seiner Kunden genauso wichtig wie die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter.

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