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Erkelenzer Südpromenade​: Ausschuss stimmt gegen sanftere Straßenschweller​

Erkelenzer Südpromenade : Ausschuss stimmt gegen sanftere Straßenschweller

An vielen Stellen in Erkelenz gibt es auf Straßen Rampenschwellsteine, um zu verhindern, dass vor allem Autofahrer hier zu schnell fahren. Das Problem: Einige von ihnen sind den Bürgern zu steil.

Das gilt vor allem für den Schweller an der Einfahrt ins Kostenpflichtiger Inhalt Oerather Mühlenfeld, der schon für so manche Schäden an Autos gesorgt hat, aber auch für die auf der Südpromenade. Ändern wird sich allerdings zunächst nichts: Der Bezirksausschuss Erkelenz-Mitte hat einen Antrag der Grünen, die Schwellsteine etwas sanfter umzugestalten, mit Mehrheit abgelehnt.

Hauptargument der CDU, die geschlossen dagegen stimmte: Im Zuge des neuen Radroutenkonzeptes und des Projekts Erkelenz 2030 steht ohnehin eine große Umgestaltung der Innenstadt an. „Auch die Verkehrsführung auf der Südpromenade soll mit diesen Plänen angepasst werden. Wir tun uns deshalb verdammt schwer damit, jetzt etwas zu verändern, ohne zu wissen, wie der Verkehr dort in Zukunft fließen soll und welche Regeln dann gelten werden“, erklärte Lukas Borchers.

Diesen Punkt konnten die Grünen verstehen. „Auch wir wollen nicht, dass wir jetzt unnötig Geld ausgeben, auch wenn es kein großer Betrag wäre“, sagte Petra Kanters. Sie meinte aber, dass die Schwellsteine definitiv verändert werden müssten. Erik Amels von der FDP war ähnlicher Meinung: „Wie genau die Verkehrsführung in Zukunft aussieht, hat ja nichts damit zu tun, dass die Rampensteine zu steil sind.“

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Dass sie wirklich zu steil sind, dachte im Bezirksausschuss derweil allerdings nicht jeder. Raphael Meyersieck (CDU) sagte: „Man muss auch aufpassen, dass die Leute nicht den Respekt vor diesen Schwellern verlieren. Wenn es sich überall nur noch um Larifari-Hindernisse handelt, dann bringen die auch nichts mehr.“

Die Grünen hatten in ihrem Antrag ausgeführt, dass die jetzige Aufpflasterung an der Südpromenade für Fahrradfahrer, E-Rollstuhlfahrer und E-Scooter ein „gefährliches Hindernis“ sei, vor allem für nicht ortskundige Menschen. Das würde in der Konsequenz wiederum dazu führen, dass viele Radfahrer auf den abgesenkten Gehweg ausweichen und dort wiederum zur Gefahr für Fußgänger würden. Besser sei dies auf der Brückstraße gelöst, wo die Schweller gut mit dem Fahrrad passiert werden könnten. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, eine fahrradfreundliche Stadt werden zu wollen. Dass die Aufpflasterung an der Stelle der Südpromenade so scharf ist, hat man damals nicht geahnt, es ist aber leider so“, erklärte Petra Kanters. Nach ihren Recherchen sei ein Umbau schon für einen Betrag von etwa 10.000 Euro machbar gewesen.

(cpas)