1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Erkelenzer Land: Wassenberg bei Gewerbesteuern besonders attraktiv​

Zahlen des Statistischen Landesamtes : Wassenberg bei Gewerbesteuern besonders attraktiv

Bei der Wahl des Standorts spielen für Unternehmen viele Faktoren eine Rolle. Einer der wichtigsten ist aber der Gewerbesteuer-Hebesatz, den jede Kommune individuell bestimmen kann.

Je höher dieser ist, desto mehr Steuern zahlen die Unternehmen an die Kommune. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes lagen die vier Städte des Erkelenzer Land im vergangenen Jahr mit ihren Gewerbesteuer-Hebesätzen allesamt unter dem NRW-weiten Schnitt.

Wegberg liegt für das Jahr 2021 hier bei 433 Prozent, was Rang 251 von insgesamt 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen bedeutet. Erkelenz kommt mit 420 Prozent auf Rang 293, Hückelhoven mit 417 Prozent auf Rang 339 und Wassenberg verpasst mit dem Hebesatz von 395 Prozent sogar nur hauchdünn die Top Ten der landesweiten Steuerparadiese für Unternehmen. Den mit Abstand höchsten Satz im Kreis Heinsberg hat Übach-Palenberg mit 475 – zu den 100 teuersten Kommunen in NRW zählt die Stadt damit aber noch nicht.

Die höchsten Sätze zahlen Unternehmen in Inden (Kreis Düren) mit 600 Prozent. Die geringsten Hebesätze verzeichnen Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) und Leverkusen mit jeweils 250 Prozent. Insbesondere Monheim macht sich mit den geringen Steuersätzen seit vielen Jahren einen Namen und gilt als einer der beliebtesten Standorte für Unternehmen in ganz Nordrhein-Westfalen.

  • Simon Woywod (39) ist Kämmerer und
    Kommunale Abgaben in Radevormwald : „Wollen höhere Steuern unbedingt verhindern“
  • Hund im Pool: Auch ein Yorkshire
    Kampfhunde besonders kostspielig : Dinslaken ist eine teure Stadt für Hundehalter
  • So wird die Wiese des Parkbades
    Parkbadwiese in Wassenberg : Sommerkino öffnet wieder die Pforten

Bundesweit lag der Schwerpunkt bei allen drei Realsteuerarten (dazu zählen neben der Gewerbesteuer auch die Grundsteuern A und B) zwischen 300 und 399 Prozent. In Nordrhein-Westfalen wies die Mehrzahl der Kommunen bei der Grundsteuer A Hebesätze zwischen 200 und 299 Prozent auf, bei der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer waren es zwischen 400 und 499 Prozent. Die Grundsteuer A bezieht sich dabei auf land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke, die Grundsteuer B auf sonstige Grundstücke wie etwa Wohnbebauung. Im Bundesschnitt hat sich der Gewerbesteuer-Hebesatz im vergangenen Jahr nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) nicht verändert, 2019 war er noch um fünf Prozent gestiegen.

(cpas)