Erkelenzer Land: Stromleitungen werden per Hubschrauber kontrolliert

Prüfungen im Erkelenzer Land : Stromleitungen werden per Hubschrauber kontrolliert

Netzbetreiber Amprion prüft in den nächsten Tagen im Erkelenzer Land seine Höchstspannungsfreileitungen vom Hubschrauber aus.

Die Flüge zur Kontrolle der Hochspannungsleitungen beginnen am Montag, 9. September, und dauern bis voraussichtlich Mitte Oktober, teilt das Unternehmen mit. Kontrolliert werden insgesamt 2900 Freileitungsmasten und etwa 900 Kilometer Freileitungen in einem Gebiet zwischen Krefeld im Norden, Euskirchen im Süden, Wuppertal im Osten und der Grenze zu Belgien und den Niederlanden im Westen, darunter auch der Kreis Heinsberg mit dem Erkelenzer Land.

Neben dem Piloten der Firma Rotorflug fliegen zwei Amprion-Mitarbeiter mit, die die eigentliche Kontrolle durchführen. Für Piloten ist die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie zum Teil in niedriger Flughöhe sehr nahe an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen.

Bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 bis 25 Stundenkilometer kontrollieren die Amprion-Mitarbeiter die Freileitungen. Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Sie suchen nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Sie achten auf Bäume, die zu nahe an Leitungen heranwachsen, auf Reifenstapel in Mastnähe oder Plastikplanen in den Leitungen.

Die Mängel werden von den Mitarbeitern erfasst. Nach der Rückkehr werden sie ausgewertet und später durch Monteure behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert.

Schon seit etwa 30 Jahren werden Freileitungen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zur Revision durch Ablaufen der Leitungen und Absteigen der Maste, teilt das Unternehmen mit. Ein großer Vorteil der Leitungsbefliegung ist, dass Amprion innerhalb weniger Wochen einen Überblick über das vollständige Höchstspannungsnetz erhält.

Die Höchstspannungsfreileitungen werden aber auch regelmäßig durch Amprion-Mitarbeiter abgelaufen und kontrolliert. Dabei werden Schäden am Mastfuß erfasst. Hierzu zählen etwa verbogene Maststreben oder defekte Fundamente. Eine genauere Terminierung ist laut Amprion nicht möglich, da die Flüge sehr stark abhängig sind vom Wetter.

(hec)
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