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Erkelenzer Land: Genossenschaftsbanken blicken auf 2020 zurück

Genossenschaftsbanken im Kreis Heinsberg : Dividende in Höhe von 1,3 Millionen Euro vorgesehen

Veit Luxem, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Mönchengladbach, rückte bei der Jahrespressekonferenz der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Kreis Heinsberg die Coronakrise in den Mittelpunkt.

„Herausforderungen lassen sich bewältigen, wenn man sie gemeinsam angeht.“ Veit Luxem, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Mönchengladbach, rückte bei der Jahrespressekonferenz der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Kreis Heinsberg die Coronakrise in den Mittelpunkt – man komme daran nicht vorbei.

 Veit Luxem, Vorstandsvorsitzender der Volksbank.
Veit Luxem, Vorstandsvorsitzender der Volksbank. Foto: GettyImages, I. Raupold, VoBa MG/GettyImages, Isabella Raupold, VoBA MG

Beim Blick auf die Zahlen erklärte Luxem weiter, dass Große und Ganze im Auge zu halten: „Die Bilanzsumme unserer vier Institute beträgt insgesamt 4,8 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich ist diese um 9,2 Prozent gestiegen. Sowohl unser Kredit- als auch unser Einlagevolumen haben sich deutlich erhöht. Das zeigt, dass wir 2020 erneut unserem genossenschaftlichen Auftrag gerecht geworden sind – der Schaffung von Nutzen für unsere Mitglieder und für unsere Region.“ Die Rahmenbedingungen seien 2020 anspruchsvoll gewesen, dennoch wurde ein solides Betriebsergebnis erzielt.

Zu den großen Aufgaben des vergangenen Jahres zählte die Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Luxem sagt: „Das Gesamtvolumen der Corona-Hilfen, die wir 2020 vermittelt haben, beläuft sich auf 42 Millionen Euro. Insgesamt wurden 185 Förderkredite bewilligt.“ Er stellte allerdings heraus, dass es positiv zu sehen sei, wie gut die Unternehmen in guten Zeiten Vorsorge getroffen hätten. Auch mit dem bilanziellen Kreditgeschäft waren die Genossenschaftsbanken erneut wichtige Finanzierungspartner für Unternehmen und Privatpersonen. „So stiegen unsere bilanziellen Ausleihungen um 5,8 Prozent oder 154 Millionen Euro auf 2,8 Milliarden Euro. Zugleich haben die Kunden bei 813 Krediten mit einem Gesamtvolumen von 81 Millionen Euro von der Möglichkeit einer vorübergehenden Stundung Gebrauch gemacht“, betont er.

Zusammen mit der Raiffeisenbank Erkelenz, der Volksbank Heinsberg und der Volksbank Haaren verwaltet die Volksbank Mönchengladbach/Erkelenz ein betreutes Kundenvolumen in Höhe von 9,4 Milliarden Euro, was 7,7 Prozent mehr als im Vorjahr sind. Auch die Kunden der Genossenschaftsbanken haben im vergangenen Jahr vermehrt aufs Sparen gesetzt, dabei haben Anlageformen wie Aktien und Fonds an Beliebtheit gewonnen. Die Kunden haben 2020 häufig online den Kontakt zur Bank gesucht, dennoch setzen die Genossenschaftsbanken weiterhin auf die so genannte Omnikanal-Offensive, wobei den Banken der persönliche Kontakt immer noch am wichtigsten ist.

Alles in allem steht ein Betriebsergebnis nach Bewertung in Höhe von 24 Millionen Euro (2019: 35 Millionen Euro). Luxem sagt: „Den Rückgang führen wir darauf zurück, dass 2019 eine günstige Risikolage herrschte.“ Um für die Zukunft gerüstet zu sein, planen die vier Institute ihr Kernkapital um 25,6 Millionen Euro auf 410 Millionen Euro zu steigern. Für die 61.300 Mitglieder ist, wenn General- beziehungsweise Vertreterversammlung zustimmen, eine Dividende in Höhe von 1,3 Millionen Euro vorgesehen.