Erkelenzer Grünen-Ratsfraktion stellt Antrag : Grüne fordern: Grünraum für Umsiedlungsort anpassen

Klima- und Artenschutz werden heute neu bewertet.

Klima- und Artenschutz werden heute anders bewertet als noch vor fünf Jahren. Deshalb beantragen die Erkelenzer Grünen, die Grünflächenplanung für den öffentlichen Raum am Umsiedlungsstandort für Keyenberg, Kuckum, Westrich und Berverath (neu) hinsichtlich des Artenschutzes und der klimatischen Veränderungen zu überarbeiten.

„In den vergangenen Jahren hat die Diskussion über den Erhalt der Artenvielfalt und den Klimawandel einen viel größeren Stellenwert erhalten, als es bei der Planung der Grünflächen vor nunmehr rund sechs Jahren vorauszusehen war“, erklärt Hans Josef Dederichs, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Erkelenzer Stadtrat. „Es ist zu befürchten, dass die geplanten Grünanlagen unter diesen Gesichtspunkten eventuell als nicht mehr ausreichend einzustufen sind, das heißt, die Grünanlagen sollten so angelegt werden, dass sie einer möglichst vielfältigen Anzahl von Insekten und Singvögeln Lebensraum bieten.“

Des Weiteren seien möglicherweise die Pflanzen den zu erwartenden Wetterveränderungen anzupassen. „Das heißt, es sollten nur noch Pflanzen ausgewählt werden, die im Jahresverlauf mit mehr Hitze und weniger Niederschlag über einen längeren Zeitraum zurecht kommen.“ Unter Einbeziehung der Umsiedler solle die Stadt Erkelenz darüber neu nachdenken.

Zusätzlich regen die Grünen an, die Grünanlagen mit Hinweisschildern auszustatten, die darüber aufklären, um welche Pflanzen es sich dort handelt und warum diese mit den veränderten Witterungsbedingungen besser zurecht kommen. Ebenso sollten die Grünanlagen und Blühwiesen als Insektenschutzgebiete ausgewiesen und geschützt werden.