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Erkelenz: Zwei neue Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehr

Tragkraftspritzenfahrzeuge werden in Erkelenz außer Dienst gestellt : Zwei neue Fahrzeuge für Feuerwehr

Die Mitglieder des Hauptausschusses Erkelenz stimmen für die Investition in Höhe von nahezu 700.000 Euro. Angeschafft werden sollen für die Erkelenzer Wehrleute ein Mittleres Löschfahrzeug und ein Löschgruppenfahrzeug.

Der Hauptausschuss hat sich einstimmig für die Anschaffung von zwei neuen Einsatzfahrzeugen für die Feuerwehr ausgesprochen. Die Investitionssumme beläuft sich dabei auf nahezu 700.000 Euro.

In 2015 und 2016 ist für die Feuerwehr ein Fahrzeugkonzept erarbeitet worden, dessen Hauptgerüst aus fünf Säulen besteht: Informations- und Kommunikationseinheit (IUK)/Führung, Technische Hilfeleistung, Löschwasser-Förderung, Löschwasser-Rückhaltung und Gefahrgut. Das Fahrzeugkonzept wurde an den derzeitigen Bedarf und auch der Gefahrensituation im Stadtgebiet Erkelenz angepasst. Die Löscheinheit Golkrath-Matzerath ist innerhalb des Konzeptes in den Fachbereich Gefahrgut integriert, so dass ein entsprechendes Fahrzeug nötig wird. Aktuell verfügt die Löscheinheit über ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) aus dem Jahr 1989. Wegen des Alters ist die Zuverlässigkeit nicht mehr gewährleistet, bei Reparaturen hat sich zudem gezeigt, dass es immer mehr Probleme bei der Beschaffung von Ersatzteilen gibt. Ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) soll das TSF ersetzen. Das MLF soll in Verbindung mit den bei der Feuerwehr vorhandenen Fahrzeugen die Eigenschaften so kombinieren bzw. ergänzen, dass aktuelle einsatztaktische und technische Anforderungen in den Bereichen der technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung berücksichtigt werden. Die Löscheinheit Golkrath-Matzerath gehört zum Zug 2 und fährt jährlich ca. 60 Einsätze. Zurzeit sind 22 aktive Mitglieder im ehrenamtlichen Dienst in der Löscheinheit Golkrath-Matzerath.

Am Feuerwehrstandort „KKUOB“, der derzeit gebaut wird, werden die Löscheinheiten Kuckum, Keyenberg und Borschemich zusammengelegt. Zusätzlich werden die hier zu fusionierenden Einheiten in das Einsatzkonzept IUK/Führung integriert. Dies hat zur Folge, dass der Einsatzleitwagen 1 der Feuerwehr Erkelenz von der Feuerwache Erkelenz zum Standort KKUOB versetzt wird. Im Rahmen des Neubaus wird die Alarm- und Ausrückeordnung der Feuerwehr der Stadt Erkelenz angepasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Zuständigkeiten der Einheiten ändern werden. Der Standort KKUOB wird nicht nur für die Umsiedlungsbereiche Kuckum, Keyenberg, Unter- und Oberwestrich, Berverath und Borschemich zuständig sein, sondern auch für Teilbereiche der Kernstadt (Oestricher Kamp, Buscher Kamp). Die Einsatzzahlen für die neue Einheit belaufen sich nach groben Schätzungen auf ca. 70-90 Einsätze pro Jahr. Durch den Zusammenschluss der Einheiten wird sich die Mitgliedsstärke auf ca. 40 aktive Einsatzkräfte belaufen.

Ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 10 soll drei Tragkraftspritzenfahrzeuge aus den Jahren 1987, 1989 und 1992 ersetzen. Auch das LF 10 soll in Verbindung mit den bei der Feuerwehr vorhandenen Fahrzeugen die Eigenschaften so kombinieren bzw. ergänzen, dass aktuelle einsatztaktische und technische Anforderungen in den Bereichen der technischen Hilfeleistung und Brandbekämpfung berücksichtigt werden. Am Mittwoch entscheidet der Rat über die Beschaffung der beiden Fahrzeuge.

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