Erkelenz: Wohnen im Oerather Mühlenfeld, Schutzwall für Holzweiler, Stiftungsgeld für Frauenhaus

Worte zur Woche : Bauliches wichtig, Menschliches wichtiger

Was in dieser Woche bewegt hat: Erkelenz schafft neuen Wohnraum, Holzweiler behält eine östliche Ortsausfahrt trotz nahendem Tagebau und das Frauenhaus im Kreis Heinsberg macht auf die Lage der Opfer aufmerksam.

Dass der Spatenstich zur Erweiterung des Oerather Mühlenfeldes erfolgt ist, ist eine in dieser Woche zweifelsohne wichtige Nachricht gewesen. Im nächsten Jahrzehnt können Neubauten für bis zu 2000 Menschen entstehen. Das wird der Stadt Erkelenz in Zeiten des demografischen Wandels guttun, da zumeist junge Familien dorthin ziehen werden, die den Stadtfinanzen und damit der Allgemeinheit nicht zuletzt auch bei den Einkommensteuereinnahmen weiterhelfen werden.

Bedeutend ist auch gewesen, dass die Bezirksregierung Arnsberg bewilligt hat, dass für Holzweiler ein Schutzwall und eine Schutzbepflanzung angelegt werden dürfen, damit der Ort vor Lärm, Staub und Licht aus dem nahenden Tagebau Garzweiler geschützt wird. Eine Einzeichnung in der Planung, die auf den ersten Blick kaum auffällt, dürfte für die Menschen in Holzweiler eine weitere, mindestens so große Bedeutung erlangen. Zwischen der Landstraße nach Immerath (alt) und der L 19 wird eine öffentlich nutzbare Betriebsstraße angelegt. Das ist wichtig, da durch den Tagebau zwei Ausfallstraßen des Ortes wegfallen werden und sich aller Verkehr über die verbleibenden Straßen quetschen würde. So zumindest behält Holzweiler seine östliche Ortsausfahrt.

Wichtiger als alles Bauliche ist aber das Menschliche. Und hier haben die fünf katholischen Frauenhäuser aus dem Bistum Aachen bei der finanziellen Unterstützungszusage durch die „Bischöfliche Stiftung Mutter und Kind“ in Erkelenz noch einmal eindrücklich darauf hingewiesen, was die Opfer erleiden und wie wichtig Hilfe ist – die im Übrigen nicht nur Frauenhäuser geben können, sondern jeder, der hin- und nicht wegguckt.

Mehr von RP ONLINE