1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Erkelenz: Wassenjazz und Accordion Affairs traten bei Jazz on Top 2019 auf

Wassenjazz und Accordion Affairs in Sparkasse Erkelenz : Hoch oben vier Stunden Jazz im Ohr

Bei „Jazz on Top“ spielten mit „Wassenjazz“ und „Accordion Affairs“ zwei namhafte Jazz-Bands in entspannter Lounge- Atmosphäre und bereiteten den Gästen einen gelungen Abend.

Bereits zum vierten Mal fand der lockere Jazz-Abend im Obergeschoss des Erkelenzer Sparkassengebäudes statt, der einen hellen und freundlichen Rahmen für diesen Musikabend bietet. Bei sonnigem Frühlingswetter kamen die 120 Gäste bereits gut gelaunt und erwartungsvoll in der Location an und freuten sich auf ein etwa vierstündiges, leichtes Jazz-Programm der beiden Bands „Wassenjazz“ und „Accordion Affairs“.

Die achtköpfige Formation „Wassenjazz“ besteht seit 1996 und spielte bisher in wechselnden Besetzungen mit zunehmendem Erfolg. Mit dabei ist am Saxophon Jac Jütten, mittlerweile 84 Jahre alt. „Er leitet auch eine Big Band in Erkelenz“, bemerkte Eckart Krause, der in der Band Piano/Keyboard spielt, „man merkt, die Musik hält ihn jung“. Gemeinsam mit Jo Heutz mit der Flöte, Günter Rixen am Bass, Hans Paredis am Schlagzeug, Franz-Josef v.d. Lieck an der Trompete und Robert Seidl an der Gitarre vereinen sich mehrere Generationen in der Band. „Unsere Sängerin Jacqueline Drescher gibt allem eine besondere Farbe“, freute sich Krause. „Es macht schon Spaß, unterschiedliche Stilrichtungen, die in den einzelnen Epochen entstanden sind, zu einer Formation zusammenzubringen.“ Als jazzorientierte Band berücksichtigt sie im Repertoire ein breites Spektum an Jazz, das auch die Wünsche der Mitglieder und ihre eingebrachten Vorschläge berücksichtigt und Songs als Jazz interpretiert.

Als Jazzformation „Accordion Affairs“ präsetierten sich der Akkordeonspieler und Pianist Jörg Siebenhaar, der Kontrabassist Konstantin Wienstroer und der 60-jährige Duisburger Drummer Peter Baumgärtner. Das Jazztrio spielt eigentlich als Quartett, denn Jörg Siebenhaar spielt gleichzeitig locker mit seiner linken Hand Piano, während er mit der Rechten dem Akkordeon Töne entlockt. Bemerkenswert ist, dass er all das tut, ohne etwas sehen zu können. Denn bereits im Alter von zwei Jahren erblindete der Musiker, der heute Frontmann des Trios ist. Stilistisch offen reicht ihr Programm von Weltmusik verschiedenster Kulturen über Eigenkompositionen bis hin zu Interpretationen von Stücken des großen Akkordeonisten Richard Galliano oder des Gitarristen John Scofield. Die Idee für dieses jährliche Jazzkonzert in lockerer Atmosphäre, also ohne Konzertbestuhlung, sondern mit runden Tischen und Partyservice, hatte Fred Feiter. „Es ist mir ein Anliegen, die heimische Musikszene zu stärken“, bemerkt er. „Mit den Konzerten, die ich anrege, erfüllen sich für mich sozusagen Lebensträume.“ In Christoph Stolzenberger mit der Kultur GmbH Erkelenz und dem Jazzmusiker Hans-Günther Adam fand sich dann ein Team, das diese Idee verwirklichte.

Das Jazz die Menschen durch die gemeinsame Liebe zur Musik miteinander verbindet, war an diesem Abend deutlich zu spüren.