Erkelenz: Vorentscheid für 5. Pro-Clavile-Klavierwettbewerb am 23. November 2019 in der Leonhardskapelle

Verein Pro Musica organisiert : Premiere für internationalen Klavierwettbewerb in Erkelenz

Nach Breslau und Stockholm wird Erkelenz zum Austragungsort des internationalen Klavierwettbewerbs „Pro Clavile“ für Amateure. Anmeldungen für den Vorentscheid in der Leonhardskapelle werden jetzt entgegengenommen.

Pianisten, die mit Leidenschaft musizieren, aber keine professionellen Musiker sind, können im November erstmals in Erkelenz an einem internationalen Klavierwettbewerb teilnehmen. Ermöglicht wird das über den Verein Pro Musica, der seit dem Jahr 2003 deutsch-polnische Jugendaustausche zwischen Musikschülern aus dem Kreis Heinsberg und Polen organisiert.

„Unsere Kontakte bestehen seit Jahrzehnten, viel ist über das Orchester der Karol Szymanowski Musikschule Breslau und den Cornelius-Burgh-Chor Erkelenz gelaufen – jetzt kommt ein internationaler Klavierwettbewerb hinzu, der in Polen zum fünften Mal ausgetragen wird und bei uns in Deutschland am 23. November zum ersten Mal“, kündigt Josef Paczyna an. Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober möglich.

Kinder ab vier Jahren, Jugendliche und Erwachsene sollen sich gleichermaßen angesprochen fühlen, an dem Wettbewerb teilzunehmen. „Es geht darum, Amateuren eine Chance zu geben, also Menschen, die leidenschaftlich Klavier spielen, die aber kein Konservatorium oder keine Musikhochschule absolviert haben“, erklärt der Erkelenzer Klavierlehrer, der Vorstandsmitglied des Vereins Pro Musica ist, in dessen Organisation schon viele Konzerte in der Stadthalle stattgefunden haben.

Organisiert wird der 5. Internationale Pro-Clavile-Klavierwettbewerb für Amateurpianisten von der Niederschlesischen Musikgesellschaft. Austragungsorte sind im November und Dezember in der ersten Runde Breslau, Stockholm, Erkelenz und Wieleszew, eine Stadt nahe der polnischen Hauptstadt Warschau. „Eine Jury wird für den 23. November nach Erkelenz kommen und die Teilnehmer anhören“, erklärt Paczyna. Diese bestehe aus Musiklehrern und Dozenten der Musikschule und Musikhochschule Breslaus. „Der musikalische Ausdruck und die Liebe zur Musik werden sicherlich etwas mehr im Vordergrund stehen als die perfekte Technik“, macht Josef Paczyna Mut, sich zu bewerben.

Vorzuspielen ist in der ersten Runde ein Stück im Schwierigkeitsgrad der Gymnopedie No. 1 von Eric Satie, der Prelude in d-Moll, Op. 28 Nr. 15 von Frederik Chopin oder der Aria aus den Goldberg Variationen von Johann Sebastian Bach. „Klavierspieler sollten ein Stück auswählen, das sie bereits beherrschen und das sie bis November noch einmal vertiefen können, um es, so sehen es die Regeln vor, auswendig vorspielen zu können.“ Aus jedem Vorausscheidungsort kann die Jury bis zu 20 Pianisten auswählen, die in die zweite Runde kommen, die im Mai 2020 von maximal 60 Pianisten in Breslau ausgetragen wird. Bis dahin sind dann drei Stücke einzustudieren: ein Pflichtstück, ein Werk eines polnischen Komponisten und eine frei gewählte Komposition. „Es werden Preise vergeben, die Idee hinter dem Wettbewerb ist es aber vor allem, auf diesem Weg Musiker aus Europa zusammenzubringen und ein internationales Treffen zu ermöglichen“, erklärt Josef Paczyna, der sich vom polnischen Organisator Pawel Melka gerne dazu hat gewinnen lassen, den deutschen Vorentscheid in Erkelenz zu organisieren.

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