Erkelenz verzichtet ab 2019 auf umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat

Stadt Erkelenz und Umweltausschuss beschließen : Erkelenz verzichtet ab nächstes Jahr auf Glyphosat

Die Stadt Erkelenz wird ab 2019 vollständig auf den Einsatz von Glyphosat verzichten. Dies kündigte Stefan Heinrichs, Leiter des Grünflächenamtes, im Umweltausschuss an. Seine Planung decke sich mit einem Antrag der Grünen-Fraktion.

„Erkelenz setzt seit Jahren auf eine alternative Wildkrautbekämpfung, sowohl mechanisch als auch zunehmend thermisch“, erklärte Heinrichs, „Herbizide werden von uns nur noch in ganz seltenen Fällen, wie auf Friedhofswegen, eingesetzt, aber auch deren Einsatz fahren wir seit Jahren zurück. Glyphosat wird bei uns so gut wie gar nicht mehr eingesetzt. Im vergangenen Jahr wurden weniger als zwei Liter benutzt, und wir hatten für 2019 bereits den vollständigen Verzicht geplant.“ Dennoch sah Heinrichs Probleme mit dem Antrag der Grünen, die einen vollständigen Verzicht auf den umstrittenen Unkrautvernichter gefordert hatten, denn: „Die Stadt hat Flächen verpachtet, so dass wir ein Verbot nur durch Kündigungen und neu formulierte Verträge umsetzen könnten.“ Es handelt sich um etwa zwölf Hektar Dauergrünland und 19 Hektar Ackerland.

Die Grünen im Umweltausschuss nahmen die Ankündigung des Grünflächenamtes erfreut zur Kenntnis, dass Erkelenz künftig keine glyphosathaltigen Herbizide mehr einsetzen wird. Gerne hätten sie auch ein Glyphosat-Verbot für verpachtete Flächen gesehen. Letztlich aber folgten sie mit der Ausschussmehrheit der von Klaus Steingießer (CDU) formulierten Ansicht, der erklärt hatte: „Wir würden damit unsere Kompetenzen überschreiten. Außerdem gelten für Landwirte bereits strenge gesetzliche Vorhaben, die den Einsatz von Glyphosat regeln und beschränken.“

Der Verzicht auf Glyphosat auf nicht verpachteten gemeindeeigenen Flächen wurde bei einer Gegenstimme im Umweltausschuss beschlossen, muss allerdings noch vom Stadtrat bestätigt werden.