Erkelenz und Wegberg reagieren auf schlechten ADFC Klimatest. Gute Nachrichten aus Erkelenzer Stadthaushalt

Worte zur Woche : Neue Arbeitsplätze, neue Fahrradwege?

Auf die Kritik von Fahrradfahren, die im ADFC Klimatest 2018 geäußert worden ist, reagieren die Städte Wegberg und Erkelenz. In dieser Woche außerdem wichtig: zwei positive Nachrichten aus Wassenberg und Erkelenz.

Fahrradfahrer sind mit Erkelenz und Wegberg nicht wirklich zufrieden. Das ergab jüngst eine Umfrage des ADFC, bei der Erkelenz mittelmäßig abschnitt und Wegberg zu den Schlusslichtern zählte. Das gibt den Rathäusern zu denken. Und das ist gut so. Wegberg hat sich jetzt sein Wegenetzkonzept zur Hand genommen, um Verbesserungen für Fahrradfahrer zu erarbeiten.

Aber auch Erkelenz muss seine Bemühungen intensivieren, weil sich alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen sicher fühlen sollen und weil demnächst zusätzlich noch E-Roller zugelassen werden könnten, die mit den Fahrradfahrern um dieselben Verkehrsflächen konkurrieren.

Zwei positive Nachrichten meldeten in dieser Woche Erkelenz und Wassenberg. Im Industriepark Rurtal möchte sich mit der Comdatek GmbH ein Unternehmen ansiedeln, das dort bis zu 600 neue Arbeitsplätze schaffen will und bereits in Hückelhoven an der Rheinstraße mit 340 Angestellten ansässig ist.

Und die Stadt Erkelenz hat das vergangene Jahr mit einem Überschuss in Höhe von 6,6 Millionen Euro abgeschlossen, wie dem Entwurf des Jahresabschlusses zu entnehmen ist. Das verschafft der Stadt zusätzlichen Spielraum, den es gilt, sinnvoll zu nutzen. Das Gespräch darüber wollen Stadtverwaltung und Politik demnächst führen. Hüten sollten sich die Teilnehmer allerdings davor, Wahlgeschenke an die Bürger verteilen zu wollen, wo doch im nächsten Jahr ein neuer Stadtrat gewählt wird.

Unbedingt beizubehalten ist das wirtschaftliche, nachhaltig und mit Blick auf künftige Generationen gerichtete Handeln der vergangenen Jahre, denn dieses hat überhaupt erst dazu in die Lage versetzt, Spielräume zu besitzen – denn zeitgleich mit der guten Nachricht aus Erkelenz warnte Berlin vor sinkenden Steuereinnahmen und einem kommenden Milliarden-Steuerloch für Bund, Länder und Kommunen.

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