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Erkelenz und RWE Power erweitern Gewerbegebiet Gipco

Symbolischer Spatenstich : Gewerbegebiet wird erweitert

Erkelenz erweitert zum dritten Mal das Gewerbegebiet Gipco. Symbolisch ist am Mittwoch mit der Erschließung des 32 Hektar großen Areals begonnen worden. Zu ersten Ansiedlungen soll es im Jahr 2020 kommen.

Von einer Erfolgsstory spricht Peter Jansen, Bürgermeister von Erkelenz, wenn er über das 86 Hektar große Gewerbegebiet Gipco spricht. 1995 begann die Stadt, dieses zwischen der Autobahn 46 und der Tenholter Straße zu entwickeln. Mittlerweile erstreckt es sich nach zwei Erweiterungen bis zur Bundesstraße 57, die von Erkelenz nach Granterath führt. Mit einem symbolischen Spatenstich ist am Mittwoch der Start erfolgt, das Gipco zum dritten Mal zu erweitern. Jetzt wächst es auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße 57 weiter.

„Wir wünschen uns, dass hier gute Arbeitsplätze entstehen, die nachhaltig in Erkelenz angesiedelt werden, und dass Unternehmen zu uns kommen, bei denen die Relation stimmt zwischen der Grundstücksgröße und der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze“, erklärte Bürgermeister Jansen. Dass ein Bedarf an weiterem Gewerbebauland besteht, habe die Stadt Erkelenz in den vergangenen Jahren gespürt: „Das Gipco, wie wir es bisher kennen, ist vollständig verkauft. Die Situation war zuletzt so, dass wir Anfragen hatten, aber keine Flächen.“

Erweitert wird das Gewerbegebiet nicht auf Land, das der Stadt Erkelenz gehört, sondern das vom Energiekonzern RWE Power verkauft wird. 2014 hatten der Betreiber des Tagebaus Garzweiler II und die Stadt Erkelenz eine Rahmenvereinbarung getroffen, in der RWE unter anderem ein solches Engagement zusagte. Dazu erklärte Erik Schöddert, bei RWE zuständig für Umsiedlung und Flächenmanagement: „Wir greifen mit unserem Tagebau stark in die Region und deren Wirtschaftsstrukturen ein – deshalb haben wir klar gesagt, dass wir Erkelenz bei der Entwicklung von Wohn- und Gewerbebauland unterstützen werden.“

Erweitert wird das Gipco IV auf einer 32 Hektar großen Fläche zwischen der Bundesstraße 57 und der Autobahn 46, die seit vielen Jahren für weitere Unternehmensansiedlungen ausgewiesen ist. Zunächst wird 2018 eine Straße in das Gebiet hinein gebaut. Auch ein Regenwasserrückhaltebecken muss angelegt werden. In gut einem Jahr sollen dann die ersten Firmen beginnen können zu bauen. Zunächst soll dies im von der B 57 betrachtet hinteren Bereich geschehen; dazu hatte der Erkelenzer Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung in seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan geändert.

Mit dem neuen Jahr wird die Vermarktung des Gewerbe- und Industriepark Commerden IV gestartet. „Dies wird in enger Abstimmung mit der Stadt Erkelenz geschehen“, betonte Erik Schöddert von RWE. „Es wird nichts ohne Rücksprache angesiedelt.“ Die Sorge, dass Erkelenz nicht eingebunden werden könnte, war in der Politik seit Vereinbarung der Rahmenvereinbarung mit RWE Power im Jahr 2014 wiederkehrend geäußert worden. Doch sagte Schöddert am Mittwoch deutlich: „Die Stadt hat ein klares Vetorecht. Wir werden uns mit Erkelenz die Zeit nehmen, zu der Stadt passende Unternehmen zu finden.“