Erkelenz: Toilettenneubau großes Thema beim Neujahrsempfang

Bürgerhaus in Gerderath : „Toilettenproblem“ noch nicht beseitigt

Beim Neujahrsempfang der Ortsgemeinschaft Gerderath forderte Vorsitzender London Abhilfe bis Februar.

Das „Toilettenproblem“ im Bürgerhaus Gerderath wird wahrscheinlich nicht so schnell beseitigt sein, wie es sich die Vereine im Ort wünschen. Beim Neujahrsempfang der Ortsgemeinschaft forderte Vorsitzender Peter London das Erkelenzer Hochbauamt zu einer Stellungnahme auf. „Ich hätte mich gefreut, wenn wir Ihnen heute fertige Toiletten übergeben hätten. Unser Ziel ist es, das zu schaffen bis zur Karnevalssitzung, aber ich verspreche es nicht“, erklärte dann auch dessen Leiter Martin Fauck.

In den kommenden Wochen werde es „deutlich verstärkte Aktivitäten“ geben, um den Nutzern des ehemaligen Pfarrzentrums den Gang zum Toilettenwagen vielleicht doch noch zu ersparen. Fauck erläuterte, dass es gewisse Lieferzeiten gebe, die nicht abgeändert werden könnten. „Mehr kann ich nicht tun“, sagte er und verwies in diesem Zusammenhang auf Arbeiten, die im Ort bereits ausgeführt worden seien, etwa der Umbau der Schwimmhalle, das erneuerte Dach am Feuerwehrgerätehaus und die Sanierung der Friedhofshalle. Zudem sei der Kindergarten um eine Gruppe erweitert worden. „Wir kommen im Hochbauamt personell absolut an unsere Grenzen“, bedauerte Fauck. „Die Chance, es zu schaffen, war da. Leider passiert es, dass Termine nicht eingehalten werden können. Wir versuchen jetzt alles für die Karnevalssitzung der Frauengemeinschaft in drei Wochen.“ Peter London machte deutlich, wie unzufrieden die Ortsvereine mit der aktuellen Situation seien. „Unsere Baustelle begleitet uns auch in das neue Jahrzehnt. Heute feiern wir die Bürgerhaus-Erweiterung noch nicht. Wir hatten uns ein schnelleres Ende vorgestellt“, sagte London.

Um zu gewährleisten, dass die närrischen Veranstaltungen unter guten sanitären Bedingungen ablaufen könnten, erwarte man nun von der Stadtverwaltung eine Fertigstellung bis zum 1. Februar. Es habe bereits ernsthafte Befürchtungen gegeben, die Sitzung werde ausfallen.

Wie London weiter ausführte, wächst Gerderath seit Jahren kontinuierlich. Rund 280 Einwohner habe man seit 2014 dazugewonnen, 5250 seien es Ende 2018 insgesamt gewesen. „Das tut unserem Dorf gut.“ Generell entwickle sich der Ort weiter. So werde der zuständige Bezirksausschuss ab diesem Jahr für den Treffpunkt an der Jakob-Franzen-Straße mit Findling, Bank und Balancierbaumstamm mehr Mittel zur Eigenbewirtschaftung erhalten. Die Erschließung des Baugebietes Meister-Gerhard-Straße sei erfolgt, der Grunderwerb für ein neues Baugebiet im Osten laufe an.

Für den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs sorgte die neue Gerderather Gruppe „Brasselei“. Die Mitglieder der Fotogruppe zeigten ihre Bilder zum Thema Wasser. Als „Engel Hettwich“ sorgte Hedwig Sieberichs für Gelächter. Die Karnevalistin aus Schwalmtal, deren Markenzeichen Fliegerbrille und ein weißes Gewand sind, berichtete von den Auswirkungen ihrer Kohlsuppen-Diät und den Auseinandersetzungen mit ihrem Dauer-Verlobten Petrus.