Erkelenz: Stadtverwaltung will Medienentwicklungsplan durch neue Stellen umsetzen

Erkelenz bekommt Medienentwicklungsplan : Digitalisierung „richtig anpacken“

Als Schulstadt sieht Bürgermeister Peter Jansen Erkelenz in der Pflicht, junge Menschen an digitale Medien heranzuführen. Er könnte sich eine zentrale Koordinierung im Rathaus vorstellen.

Der Umgang mit digitalen Medien ist wichtig und rechtzeitig im Leben zu erlernen. Erkelenz hat mit dieser Argumentation für die Schulen einen Medienentwicklungsplan beauftragt, der im Herbst zur politischen Beratung vorgelegt werden soll. „Empfehlen könnte dieser, dass die Stadt die Umstellung auf digitale Medien selbstständig vornimmt und nicht extern vergibt“, deutet Bürgermeister Peter Jansen an. Sollte sich die Politik dazu entschließen, müsste im Rathaus zusätzliches Personal eingestellt werden: „Am Ende wird die Stadt jedem Schüler ein digitales Medium, wie auch immer das heißen wird, zur Verfügung stellen. Um in Absprache mit den Schulen für die Umsetzung einheitliche Strukturen zu schaffen, könnten drei bis fünf zusätzliche Stellen vonnöten sein. Wir als Schulstadt sind der Meinung, dass wir dieses Thema jetzt richtig anpacken sollten.“

Das Land Nordrhein-Westfalen schafft die Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der Schulen, und die Kommunen müssen sie umsetzen, fasst der Erkelenzer Bürgermeister die anstehenden Aufgaben zusammen: „Zurzeit bauen wir schon die Netze an unseren Schulen aus. Und dann sollen die Breitbandanschlüsse über den Digitalpakt des Bundes, beantragt über den Kreis Heinsberg, hergestellt werden, die teilweise noch fehlen – und zwar vor allem an den Schulen in der Innenstadt, während auf den Dörfern schon Glasfaser liegt.“ Anschließend sei mit den Schulen zu überlegen, welche Hardware beschafft wird, und sei diese fortwährend zu betreuen. „Dies als Stadt selbst zu übernehmen, scheint nachhaltig zu sein. Lehrer, die solche Arbeiten an den Schulen derzeit neben ihren eigentlichen Aufgaben erledigen, werden entlastet und Kosten können durch einheitliche, gemeinsame Ausschreibungen gesenkt werden.“

Ob diese Arbeiten und die Tätigkeiten des künftigen Digitalisierungsmanagers, dessen Stelle die Stadtverwaltung ausgeschrieben hat, im Rathaus in eine Abteilung zusammengefasst werden könnten, lässt Bürgermeister Jansen offen. Vor dieser Überlegung stünden noch viele politische Beratungen.

(spe)
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