Erkelenz: Shisha-Bar nach Kontrolle durch Polizei geschlossen

Einsatz von Polizei und Zoll im Kreis Heinsberg : Erkelenzer Shisha-Bar nach Kontrolle geschlossen

Am Freitagabend ab 19.30 Uhr begann die Polizei Heinsberg damit, Shisha-Bars im Kreisgebiet zu kontrollieren. Infolgedessen wurde eine Bar in Erkelenz geschlossen. Der Grund: bauliche Mängel. Die Einsatzkräfte erstellten zudem diverse Anzeigen, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Nach Kontrollen am Freitagabend von so genannten Shisha-Bars, Cafés, in denen die Gäste Wasserpfeifen rauchen, wurde eine der beiden in Erkelenz überprüften Bars wegen baulicher Mängel geschlossen. Das teilten die Polizei und Stadt Erkelenz mit. In der anderen Shisha-Bar dürfen so lange keine Tabakutensilien mehr verkauft werden, bis die Lüftungsanlage instand gesetzt worden ist. Außerdem verzeichnete die Polizei diverse Gesetzesverstöße.

Die Kontrollen begannen in den beiden Erkelenzer Bars zeitgleich gegen 21.30 Uhr. Sofort beim Eintreffen der Polizei wurde der Kohlenmonoxid-Gehalt in der Luft der Einrichtungen gemessen. In einer Bar wurde ein Wert von 15 ppm, in der anderen ein gesundheitsgefährdender Wert von mehr als 60 ppm gemessen. Hier wurde eine Querlüftung durchgeführt, der Wert wurde damit auf 33 ppm reduziert.

Insgesamt kontrollierte die Polizei, die von der Einsatzhundertschaft aus Mönchengladbach gemeinsam mit den Städten Heinsberg und Erkelenz sowie dem Hauptzollamt Aachen unterstützt wurde, 53 Personen. Dabei stellte sie zahlreiche Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz NRW fest. In beiden Bars wurden ausschließlich Tabak-Wasserpfeifen verwendet, die nach dem Nichtraucherschutzgesetz nicht erlaubt sind. Gegen die beiden Betreiber werden hohe Bußgelder und gegen die rauchenden Gäste Verwarngelder festgesetzt.

Das Hauptzollamt stellte wegen Verstoßes gegen die Abgabenordnung in Verbindung mit dem Tabaksteuergesetz in beiden Shisha-Bars circa 20-25 Kilo Tabak sicher. Überwiegend handelte es sich hierbei aber um Tabakdosen mit gebrochenen Steuerbanderolen.

Die Polizei leitete zudem gegen eine Person ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (Kokain) ein. In beiden Shisha-Bars wurden zum Teil gravierende bauliche Mängel festgestellt. Eine Shisha-Bar wurde aufgrund dieser Mängel, die aus Gründen des Brandschutzes eine konkrete Gefahr darstellten, unmittelbar nach der Kontrolle geschlossen. In der anderen Shisha-Bar wurde jeglicher Shisha-Konsum bis auf weiteres untersagt.

(sasa)
Mehr von RP ONLINE