Erkelenz: Selina Melanie Diekers gewinnt für das Cusanus-Gymnasium Kunstewettbewerb der Fraunhofer-Gesellschaft

Fraunhofer-Gesellschaft hat Cusanus-Gymnasium für Aktion ausgewählt : Kunstwerk für Dänemark: Fünf Minuten, bis die Welt explodiert

Cusaner stellen im Kunstwettbewerb der Fraunhofer-Gesellschaft die Zukunft in düsteren Farben dar. Siegerin darf in dänischem Kunstmuseum ausstellen.

Selina Melanie Diekers wird im September nach Dänemark fahren und im ARoS Kunstmuseum in Aarhus ein Kunstwerk präsentieren, für das sie bei einem Wettbewerb der Fraunhofer-Gesellschaft den ersten Preis gewonnen hat. Gemeinsam mit elf weiteren Kameraden hatte die Schülerin des Cusanus-Gymnasiums aus Erkelenz an diesem Wettbewerb teilgenommen, der das Thema „Nachhaltigkeit der Luftfahrtindustrie“ zum Inhalt hatte. An vier Schulen in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden bot die Gesellschaft den Wettbewerb an.

Dass die Auswahl in Deutschland auf das Cusanus-Gymnasium fiel, begründete Torsten Moll von der Fraunhofer-Gesellschaft damit, er habe bei der Recherche nach geeigneten Schulen herausgefunden, dass das Erkelenzer Gymnasium sich als Europaschule sehr intensiv mit Europa befasse und sowohl der künstlerische als auch der naturwissenschaftliche Zweig sehr ausgeprägt seien. „Das Cusanus-Gymnasium war für diesen Wettbewerb geradezu prädestiniert.“

In dem Wettbewerb ging es nicht nur um technische Aspekte, sondern auch um die Förderung des gesellschaftlichen Bewussteins für die Zukunft. Alle zwölf Arbeiten der Zehntklässer, die im Kunstunterricht entstanden sind, machten deutlich, dass die Schüler düster sehen, wenn sie an die Zukunft unseres Planeten denken. „Sehr eindrucksvoll“ seien die Arbeiten, meinte John Simpson, Generaldirektor der Fraunhofer-Gesellschaft, der nicht nur die Jury leitete, sondern vor den Sommerferien auch die Siegerehrung vornahm. Die Vielzahl der großartigen Kunstwerke gebe der Gesellschaft Denkanstöße für die eigene Arbeit, meinte er.

Die Jury aus Kunsterziehern des Gymnasiums und Vertretern der Gesellschaften tat sich schwer, nach der Präsentation der zwölf Werke eine Rangliste zu erstellen. „Alle sind so gut, dass wir sie gemeinsam mit den Arbeiten aus den anderen drei Schulen in einem Bildband veröffentlichen“, kündigte Simpson an, der gleich zwei dritte Plätze vergab. Taner Dersu und Ahmed Harrabi dürfen sich über jeweils 200 Euro freuen. Die zweitplatzierte Stefanie Braun erhielt 300 Euro, der mit 500 Euro und der Fahrt nach Aarhus dotierte Hauptgewinn ging an Selina Melanie Diekers. Die weiteren Teilnehmer, die ebenfalls mit einer Urkunde und dem Cusanus-Taler bedacht wurden, waren Vanessa Bleile, Mathavan Karunanithy, Emily Marie Kretschmer, Jessica Mikolajetz, Kevin-Martin Schimanski, Amalia Schwab, Anna Wendelin und Ilayda Yigit.

Grundweg in allen Arbeiten wurden die Gefahren durch den Flugverkehr für die Umwelt dargestellt. Niemand warf einen romantischen Blick in eine heile Zukunft, eher war es der in eine düstere, tote Welt. Vielleicht war der Funke Hoffnung, den die Siegerin Selina Melanie Diekers in ihrer Arbeit andeutete, ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury. Noch ist die Lunte an den Dynamitstangen nicht gezündet, die die Welt zum Bersten bringen würden. Es ist Fünf vor Zwölf, wie die kleine tickende Uhr zeigt – und damit hat der fliegende Mensch doch noch eine Chance, die Zerstörung der Natur zu verhindern. Noch.

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