Erkelenz: Schulentwicklungsplan bis 2030 vom Stadtrat beschlossen

Diskussion wird in Erkelenz weitergeführt : Gesamtschuldebatte: SPD und Grüne fordern Befragung

Erkelenzer Stadtrat uneins bei Schulplanung. Nicht ohne erneute Diskussion über die Frage, ob Erkelenz eine Gesamtschule benötigt, hat der Stadtrat den Schulentwicklungsplan verabschiedet.

Mit 24 Zustimmungen, elf Ablehnungen sowie sechs Enthaltungen. Geführt worden ist die Debatte am Mittwoch allerdings nicht unter diesem Tagesordnungspunkt, sondern schon in der Aussprache über den Kommunalhaushalt für 2020. CDU und SPD hatten dazu Stellung bezogen, dabei die Auseinandersetzung aus dem Schulausschuss fortgesetzt.

Während kreisweit die Zahl der Grund- und Hauptschüler zurückgehen wird, blickt Erkelenz bis 2038 in den weiterführenden Schulen auf stabile Schülerzahlen und bei den Grundschulen bis 2025 auf einen Anstieg von rund zehn Prozent. Das geht aus dem Schulentwicklungsplan hervor, der am 28. November vorgestellt worden war. Die SPD hatte daran scharfe Kritik geübt, weil der Wunsch nach einer Gesamt­schule nicht beachtet sei.

„Eine zukunftsorientierte Schulplanung einer Stadt sieht anders aus. Darüber werden wir noch viel zu diskutieren haben“, stellte Rainer Rogowsky (SPD) in seiner Haushaltsrede in Aussicht. Der von den Sozialdemokraten gewünschten Gesamtschule erteilte Stephan Muckel (CDU) indes eine Absage: „Um es klar zu sagen: Die CDU Erkelenz ist kein Gegner einer Gesamtschule, sie muss aber in das bestehende Schulsystem passen. Erkelenz verfügt über ein leistungsfähiges Bildungssystem, das große Anerkennung genießt. Dieses zu erhalten und weiterzuentwickeln, fühlen wir uns verpflichtet.“ Die von Muckel im Zusammenhang mit der Innenstadtentwicklung gewünschte „rege Bügerbeteiligung“ griffen SPD und Grüne für die Schuldebatte auf. Ferdinand Kehren (SPD) wies auf über 200 Schüler aus Erkelenz hin, die andernorts Gesamtschulen besuchen, und Christel Honold-Ziegahn (Grüne) forderte: „Lassen Sie uns die Eltern befragen, wo die CDU doch die Bürgerbeteiligung stärken will.“