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Erkelenz: Schönmackers plant für Betrieb in Holzweiler Test einer neuen Abluftreinigungstechnologie

Bürgermonitor : Pilotanlage für Abfallbetrieb beantragt

Der Entsorgungsfachbetrieb Schönmackers hat bei der Bezirksregierung beantragt, am Standort Holzweiler eine neue Abluftreinigungsanlage einsetzen zu dürfen. Das soll nicht die einzige Investition bleiben.

Anwohner aus Holz­weiler hatten wiederkehrend Geruchsbelästigungen beklagt, die vom Entsorgungsfachbetrieb Schönmackers ausgingen. Das Unternehmen änderte daraufhin die Verfahren und kündigte im April des vergangenen Jahres an, in eine neue Luftreinigungsanlage investieren zu wollen. „Der Antrag zur Inbetriebnahme einer Pilotanlage am Standort Erkelenz-Holzweiler wird derzeit durch die Bezirksregierung intensiv geprüft“, teilt das in Kempen ansässige familiengeführte Entsorgungsunternehmen jetzt auf Nachfrage unserer Redaktion mit und kündigt an: „Nach einer positiven Entscheidung durch die Behörde werden umgehend alle nötigen Schritte zur Errichtung der Pilotanlage eingeleitet.“

Zu keiner Zeit seien Gefahren von dem Umschlags- und Behandlungsplatz für Abfälle am Ortsrand von Holzweiler ausgegangen, hatte Schönmakers im April 2018 nach Anrufen beim Unternehmen, aber auch beim Bürgermonitor unserer Redaktion betont. Man wisse, hieß es damals, dass die Anwohner mit den Gerüchen Gefahren verbinden würden: „Von uns gehen aber keine solchen Gefahren aus, dennoch wollen wir die Belastung von den Bürgern wegnehmen.“

Nachdem die Ursachen für die Geruchsemissionen festgestellt waren, hat der Entsorgungsfachbetrieb „in enger Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro verschiedene Lösungsansätze besprochen und unter Berücksichtigung von Fachfirmen, Gutachtern und Anlagenbetreibern ein entsprechendes Konzept entwickelt“, lautet der aktuelle Stand. Geplant sei, eine Pilotanlage zu installieren.

„Dabei handelt es sich um ein in der Branche erfolgreich etabliertes Abluftreinigungssystem. Neben der Neutralisierung der Emissionsquellen soll die Anlage Messdaten über die Quantität und Qualität der vorhandenen Abluft ermitteln.“ Die Anlage soll in Holzweiler zunächst für die Dauer von einem Jahr betrieben werden: „Hierbei ist geplant, deren Leistungsfähigkeit in regelmäßigen Abständen zu evaluieren. Sollten die Ergebnisse am Ende des Testzeitraumes unseren Vorstellungen entsprechen, wird diese Abluftreinigungstechnologie an diesem Standort langfristig zum Einsatz kommen.“

Neben der geplanten Installation der Abluftanlage werden in dem Betrieb an der Kofferer Straße derzeit „weitere umfangreiche Investitionen zur Optimierung der Entwässerung, Stromversorgung und Lärmemissionen getätigt“, teilt das Unternehmen mit.

Holzweiler ist für Schönmackers ein Umschlagplatz für eine große Produktpalette, die von Elektroschrott über Farben, Lacke und Leuchtmittel bis zu Resten aus der Lebensmittelproduktion und Reinigungsmitteln reicht. Angenommen werden bis zu 30.000 Tonnen Abfall pro Jahr, hatte der Betriebsleiter im vergangenen Jahr erläutert.