Erkelenz: Repair-Café bekommt Auszeichnung "Lebendige Schätze" vom Bistum

„Lebendige Schätze“ in Erkelenz : Bistum zeichnet Repair-Café Erkelenz aus

Nach zwei Jahren ihres Bestehens gehört die Einrichtung offiziell zu den „Lebendigen Schätzen“ des Bistums.

Das Erkelenzer Repair-Café ist seit zwei Jahren eine wichtige Anlaufstelle – Menschen kommen her, um dort gemeinsam mit den Ehrenamtlern alte Schätze zu retten oder um anregende Gespräche zu führen. Nun wurde die Initiative in den Räumen der Jugendkirche „jACk“ für ihre Verdienste vom Bistum ausgezeichnet.

Im Beisein von Bürgermeister Peter Jansen und seinem Stellvertreter Walter von der Forst überreichten Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Leiter der Hauptabteilung Pastoral, Schule und Bildung im Bischöflichen Generalvikariat, sowie Dieter Spoo vom Diözesanrat der Katholiken die Urkunde an das Team um Leiter Holger Rautenberg, Michael Kock und Martin Henkel. Die Aktion „Lebendige Schätze“ riefen Bischof Heinrich Mussinghoff und der Diözesanrat der Katholiken 2006 ins Leben, um Gruppen auszuzeichnen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren. „Ihre Arbeit ist sowohl im kirchlichen als auch im gesellschaftlichen Kontext wichtig“, beschied Cremer.

Als Beispiel für viele Initiativen würde dieses besonders gute und wirkungsvolle Repair-Café nun verdient in den Mittelpunkt gestellt. „Das Café kümmert sich gemeinschaftlich um Technik und Menschen und leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Müllvermeidung und Ressourcenschonung. Die Ehrenamtler sind ein Vorbild für eine nachhaltige Lebensweise und haben einen Ort der Begegnung und des Lernens geschaffen“, sagte Spoo. Auch Bürgermeister Jansen fand Worte des Lobes: „Mich begeistert neben dem fachlichen Können der rege Zulauf und die Tatsache, dass die Leute glücklich herauskommen. Dieses Ergebnis zeigt, welch’ große Bedeutung schon die kleinsten Dinge haben können.“ Seit der Gründung im Sommer 2017 finden einmal im Monat Veranstaltungen statt, bei denen defekte Alltagsdinge wie Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Textilien, Fahrräder, Spielzeug und mehr repariert werden. Die mittlerweile 14 ehrenamtlichen „Repairer“ stellen ihr Wissen und Können zur Verfügung, wollen ihren Kunden aber gleichzeitig dabei helfen, die Technik selber besser zu verstehen. Inzwischen gibt es einen wachsenden Pool aus Sponsoren und Kooperationen, die das Repair-Café unterstützen. Die Borussia Mönchengladbach spendierte im vergangenen Jahr einen 3D-Drucker, sodass der Mittelraum inzwischen für das 3D-Projektteam umgestaltet wurde.

„Wir sind auf die Auszeichnung sehr stolz, denn es zeigt uns, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, meinte Rautenberg und richtete einen besonderen Dank an die Sponsoren und das Team. Zu den zukünftigen Zielen gehören unter anderem die Gründung eines Leihladens sowie eines Vereins, der Erkelenzer mit neuen Projektideen unterstützt.

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