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Erkelenz: Praktisches Geschäftsmodell im Hetzerather Hofladen

Kommentar : Praktisches Geschäftsmodell

Das Einkaufen in einem Hofladen bringt mehrere Vorteile, auch wenn das Konzept des Selbstbedienungsladens in Hetzerath persönliche Kontakte verhindert. So kann das Einkaufen dort bewusster machen, woher die Lebensmittel kommen und wie aufwendig deren Erzeugung ist.

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt Familie Schmalen mit ihrer Idee eines Selbstbedienungsladens auf dem Bauernhof mitten in Hetzerath: In Zeiten, in denen Abstand halten und strenge Hygiene höchste Gebote sind, ist kontaktloses Einkaufen eine praktische Sache.

Wer dann auch noch konkret wissen möchte, woher seine Produkte kommen und wer sie erzeugt hat, ist in der Hofladen-Atmosphäre genau richtig. Großzügige Öffnungszeiten machen es den Kunden einfach.

Sicherlich sind die Produkte, die sich in großer Vielfalt präsentieren, etwas teurer als im Supermarkt, aber: Der Einkauf in einem Hofladen sorgt sicher auch dafür, genauer darüber nachzudenken, woher die Lebensmittel kommen und was es für Landwirte bedeutet, diese zu produzieren.

Klar ist auch: Die von den Landwirten und Kunden gleichermaßen geschätzten Gespräche fallen mit dem Selbstbedienungsprinzip weg. Unterm Strich sorgt das Modell auch dafür, dass – wenn Landwirte aus Altersgründen kürzer treten wollen – ein Hofladen weiter existieren und die Menschen vor Ort versorgen kann.