Erkelenz: Planungen zur 72-Stunden-Aktion laufen auf Hochtouren

Sozialaktion : 72 Stunden: „Uns schickt der Himmel“

Vom 23. bis 26. Mai heißt es wieder „72 Stunden: Uns schickt der Himmel“. Die Sozialaktion des BDKJ in Deutschland soll auch wieder im Kreis Heinsberg stattfinden. Dazu arbeitet der Koordinierungskreis bereits auf Hochtouren.

Sechs Jahre ist es bald her, als Michael Kock, Gemeindereferent der Pfarrei Christkönig, gemeinsam mit Jugendlichen zwischen Kückhoven und Katzem unterwegs war, um jeden einzelnen Baum mit einem gelben Band zu markieren. Die Aktion zählte zu „72 Stunden – uns schickt der Himmel“, eine Sozialaktion des BDKJ in Deutschland. „Damit haben wir sicherlich ein politisches Zeichen gesetzt“, fasst Kock zusammen, als er an 2013 zurückdenkt.

Aktuell stehen jedoch die Tage vom 23. bis 26. Mai im Vordergrund, denn dann erfährt die bundesweite Aktion eine Neuauflage. „Logisch, dass wir wieder mitmachen“, sagt sich Michael Kock, der dieses Mal mit Luca Cremer und Patrick Diekneite zwei Engagierte aus dem regionalen Koordinierungskreis in seinem Büro zu Gast hat. Patrick Diekneite kommt vom Bistum Aachen und ist dort der Jugendbeauftragte für die Region Heinsberg, Luca Cremer vertritt die Messdiener der Pfarrei Christkönig.

Sie haben derzeit alle Hände voll zu tun, um die neue Aktion zu planen. Sie tun das mit erkennbarer Begeisterung, denn sie wollen den eigentlichen Sinn, der hinter den 72 Stunden steckt, bewusst nach außen tragen. „Wo sollte es in unserer Welt ein bisschen besser werden?“, haben sie die Frage niedergeschrieben.

Jeder kenne in seinem Umfeld irgendetwas, an dem etwas verbessert werden könnte. „Die Themen können sehr vielfältig sein“, betont Luca Cremer. Als Beispiele kommen Spielplätze auf den Tisch, wo man hier und da mit kleinen Verbesserungen etwas erreichen könne. Oder die aktive Mithilfe in einem Altenheim ist für die Sozialaktion denkbar. Die Projektideen seien jedenfalls willkommen, schiebt Michael Kock hinterher. „Wichtig dabei ist: Von den Projekten dürfen nicht die Gruppen selbst profitieren. Man sollte schon anderen etwas Gutes mit dem eigenen Einsatz tun“, so Kock. Der Koordinierungskreis ist längst selbst aktiv und formuliert eigene Ziele, die mit der Sozialaktion erreicht werden sollen. Michael Kock: „Ich kann mir gut vorstellen, dass zum Beispiel Jugendliche und junge Erwachsene aus der Jugendfeuerwehr, Sportvereinen oder Karnevalsgruppen mitmachen. Denn: Die Aktion ist zwar organisiert von katholischer Seite, doch gedacht ist sie für alle. Jede Gruppe, jede Idee ist willkommen.“ Der Koordinierungskreis will in diesem Zusammenhang in die Akquise gehen.

Es wird die Do-it-Projekte geben, bei denen die Gruppen ihre selbst formulierten Projekte umsetzen, die Get-it-Projekte, bei denen die Gruppen mit Projekten überrascht werden, oder auch die Connect-it-Projekte, bei denen beispielsweise Flüchtlinge in aktive Gruppen integriert werden.

Als Schirmherrn für den Kreis Heinsberg haben die Organisatoren bereits Landrat Stephan Pusch gewonnen. Weil Pusch die vorangegangenen 72-Stunden-Aktionen bestens kennt und darüber hinaus überzeugt ist von dem Projekt, hat er ohne zu zögern seine Zusage gegeben. Kock weiß das zu würdigen:„Das ist natürlich eine tolle Sache, denn unser Landrat bringt einen Bekanntheitsgrad mit sich“, sagt er.

Im Jahr 2013 beteiligten sich mehr als 1000 Jugendliche an den 72 Stunden – auf eine ähnlich starke Zahl will der Koordinierungskreis auch 2019 kommen.