Erkelenz plant Klimaschutzwoche für 2019

Stadt will Bemühungen fortsetzen: Dem Klimaschutz eine Aktionswoche widmen

Der Erkelenzer Umweltausschuss stimmte dafür, die Position des Klimaschutzmanagers im Rathaus verlängern zu wollen.

Der Weg, sich im Klimaschutz stark zu machen, soll in Erkelenz weiter verfolgt werden. Bei einer Gegenstimme sprach sich der Umweltausschuss dafür aus, einen Förderantrag zu stellen, um über 2019 hinaus im Rathaus einen Klimaschutzmanager beschäftigen zu können. Vor zwei Jahren hatte Oliver Franz diese Aufgabe übernommen, der dem Ausschuss für 2019 einige neue Projekte vorstellen konnte.

2015 hatte Erkelenz ein Klimaschutzkonzept verabschiedet, das umzusetzende Maßnahmen vorsieht. Knapp die Hälfte davon ist inzwischen begonnen worden, einige konnten bereits abgeschlossen werden. „Für 2019 ist nun geplant, die Aufmerksamkeit für mein Thema durch eine Klimaschutzwoche weiter zu erhöhen“, kündigte Oliver Franz an. Vorgesehen sei, bestehende und neue Aktionen zu bündeln und mit Beratungsangeboten zu bündeln. Zu rechnen sei im kommenden Jahr außerdem damit, dass Erkelenz sieben weitere Ladesäulen für Elektroautos bekommt: „Die Anträge sind gestellt, Standorte wurden schon ausgewählt.“ Umgebaut wird momentan außerdem die Nutzfahrzeugflotte der Stadt Erkelenz. Der Antrag auf eine Förderung in Höhe von 200.000 Euro hatte (wie berichtet) Erfolg, erinnerte Oliver Franz im Umweltausschuss: „Sie läuft bis zum Jahr 2021.“

Ein neuer Anlauf wird Franz zufolge derzeit unternommen, der Erka-Bus auf Elektroantrieb umzustellen. Den Stadtbus ohne Diesel verkehren zu lassen, sei bereits im vergangenen Jahr beabsichtigt gewesen, aber: „Wir sind bei der beantragten Förderung nicht zum Zuge gekommen, weil derzeit Städte mit einer hohen Stickoxid-Belastung bedacht worden sind. Ein zweiter Antrag ist inzwischen aber an einen anderen Fördertopf gestellt worden.“

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Ein Ziel des Erkelenzer Klimaschutzkonzeptes ist es, als Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voranzugehen. Dazu gehört für Oliver Franz auch, die Hausmeister, aber auch Erzieherinnen 2019 noch stärker darin zu schulen, wie Energie gespart und das Energiesparen an Kinder vermittelt werden kann: „Außerdem haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, Mitarbeiter der Stadt im ökonomischen und ökologischen Autofahren zu schulen.“

Ein Antrag der SPD mit derselben Intention, als Stadtverwaltung Vorbild und Vorreiter zu sein, ist im Umweltausschuss hingegen gescheitert. Erkelenz wird sich nicht darum bemühen, so der Stadtrat das Votum bestätigt, von der Fair-Trade-Kampagne zertifiziert zu werden. Der Erste Beigeordnete Hans-Heiner Gotzen wies vor der Abstimmung darauf hin, dass „all das, was damit verbunden ist, außerordentlich unterstützenswert ist“, die Stadt Erkelenz aber an personelle Grenzen stoße, sollte diesem Antrag gefolgt werden. Er riet allerdings wie Klaus Steingießer (CDU) dazu, die in Erkelenz bereits Aktiven, wie das Cusanus-Gymnasium und die Evangelische Kirche, in ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Personalsituation wurde im Ausschuss als Grund akzeptiert. Die anschließende Diskussion darüber, die Verwaltung stattdessen als symbolischen Akt zumindest darauf zu verpflichten, fair gehandelte Produkte in Ausschusssitzungen sowie im Bürgermeisterbüro zu verwenden, verlief ins Leere: In Sitzungen wird beispielsweise nur Mineralwasser gereicht, und das Kaffeepulver im Bürgermeisterbüro wird nicht von der Stadt beschafft, sondern von den Mitarbeitern privat mitgebracht. ⇥RP-Foto: ruk

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