Erkelenz: Neuer Bezirksbundesmeister gewählt

Bezirksverband Erkelenz : Neuer Bezirksbundesmeister gewählt

Das hohe Amt im Bezirksverband konnte mit Alexander Tetzlaff wieder besetzt werden. Der 25-Jährige möchte mit jungen und älteren Schützen neue Wege gehen. Das Schützenwesen soll vor allem für die Jugend attraktiver werden.

Der Bezirksverband Erkelenz im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften hatte alle Mitgliedsbruderschaften und Bezirksvorstand zur außerordentlichen Bruderratssitzung ins Pfarrheim eingeladen. Grund waren Neuwahlen, für die sich im Vorfeld mögliche Kandidaten gefunden hatten. „Wir treffen uns, damit wir im neuen Schützenjahr geplante Neuerungen bereits durchführen können“, begrüßte amtierender Stellvertretender Bezirksbundesmeister Sascha Quasten die Schützenschwestern und -brüder.

Die Wahl des Bezirksbundesmeisters stellte dabei einen wichtigen Schritt dar: Und der vorgeschlagene Kandidat Alexander Tetzlaff aus Keyenberg nahm die einstimmige Wahl bei einer Restlaufzeit von vier Jahren an. Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, erläuterte Brudermeister Tetzlaff seine Entscheidung. Positiv beeinflusst hatte ihn die Tatsache, dass er seit zwei Monaten in einer halben Arbeitsstelle Diözesanseelsorger für den Jugendverband (BDSJ) sei – zusätzlich zu seiner halben Stelle als Gemeindereferent der GdG Titz. Das Amt des Bezirksbundesmeisters sei daher keine Doppelbelastung für ihn. Er wird viele Termine auf Bundesebene in Personalunion wahrnehmen können. Und: „Das Amt einfach so im Stich zu lassen, konnte ich mir auch nicht vorstellen.“

Im Weiteren führte Alexander Tetzlaff durch die außerordentliche Bruderratssitzung und schlug Michael Königs aus Kaulhausen als seinen Stellvertreter vor. Bei einer Restamtszeit von einem Jahr wurde dieser einstimmig gewählt. Stellvertretender Bezirksgeschäftsführer wurde Rainer Ferfers. Dagegen fand sich für das Amt des Stellvertretenden Bezirksschatzmeisters kein Kandidat. „Ich bin heute Abend stolz, mit ihm den neuen Bezirksbundesmeister begrüßen zu können“, bemerkte der Vorgänger im Amt, Ehren-Bezirksbundesmeister Hermann-Josef Kremer, erfreut, „wo ich weiß, dass das Schützenwesen tief im Herzen liegt.“ Ebenso mit dem Hintergrund, dass Tetzlaff beruflich ein bisschen damit verbunden ist. In Absprache mit seinem Vorgänger nannte später Alexander Tetzlaff die Repräsentation als vornehmliche Aufgabe. „Mit 25 Jahren als einer der Jüngsten im Amt möchte ich neue Innovationen und neue Wege gehen“, sagte er, „gerade um das Schützenwesen vor allem für die Jugend attraktiver werden zu lassen und dabei die Älteren nicht aus den Augen zu lassen.“ Auf dem Bundesjungschützentag tags zuvor hatte ihm das Motto „Wo Generationen Gemeinschaft leben“ sehr gut gefallen. Dieses kann er sich als zukünftigen Leitsatz durchaus vorstellen.

Im Verlauf der Sitzung wurde unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes dem Antrag aus Venrath, im Jahr 2020 das Bezirksschützenfest zu Ehren des 100-jährigen Bestehens des Trommlerkorps veranstalten zu dürfen, stattgegeben. Hermann-Josef Kremer stellte zudem für das Jahr 2019 Seminare vor, die auf Diözesanebene festgelegt wurden: Zur Datenschutz-Grundverordnung, zu Finanzen und Steuern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder Haftung im Verein. Die Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter beginnt bereits im Januar.