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Erkelenz: Mit seinem Garten in Houverath hilft Sven Kant dem Hospiz

Obst und Gemüse für den guten Zweck : Ein Garten hilft dem Hospiz in Erkelenz

Koch und Food-Designer Sven Kant unterstützt mit einem Gemüsegarten das Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung.

Weg von Fertiggerichten, hin zu frischem Gemüse, Obst und Co. – Sven Kant will das bewusste Kochen wieder in den Blick der Menschen rücken. Und dabei helfen. In Houverath bewirtschaftet der gelernte Koch und Food Designer neuerdings einen Garten, in dem er seine eigenen Produkte anbaut. Nutznießer ist das Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz.

„Im Jahr 2009 ist meine Oma im Hospiz gestorben. Mich hat damals sehr beeindruckt, wie viel Hilfe die Angehörigen von den Hopiz-Mitarbeitern bekommen. Auch für mich war das damals eine wertvolle Unterstützung. Weil ich das nicht vergessen habe, hatte ich mich schnell entschlossen, dem Hospiz irgendetwas zurückzugeben“, sagt Kant. Bereits mit verschiedenen Aktionen hat Kant, der seit 2017 ein eigenes Unternehmen betreibt, das mobiles Catering anbietet, dem Hospiz zu Spenden verholfen. Dies soll nun auch mit dem Garten so geschehen.

Sven Kant (l.) hat mit Unterstützung und zur Freude von Leiterin Christina Ide einen Garten für das Erkelenzer Hospiz angelegt. Foto: kant

Konkret stellt der 32-Jährige sich das so vor: Kant lebt in Houverath. Ein nicht genutztes Nachbargrundstück machte ihn neugierig, so dass ihm die Idee kam, dort seinen Traum vom eigenen Garten zu verwirklichen. „Ich arbeite mit Lebensmitteln. Vor allem sind mir frische Produkte sehr wichtig. Darum habe ich immer schon darüber nachgedacht, selbst etwas anzubauen“, so Sven Kant. Aber er wollte noch ein Stück weitergehen. „Viele Menschen können mit alten Sorten wie Mangold, um mal nur ein Beispiel zu nennen, gar nichts mehr anfangen. Das ist schade. Abgesehen davon, dass frisches Kochen auch nicht mehr bei vielen Menschen täglich auf dem Plan steht, möchte ich mit dem Garten meinen Beitrag zum Umdenken leisten. Denn: Bewusstes Kochen ist einfach.“ Kant möchte erreichen, dass mehr Menschen auf Fertigprodukte, die zudem viele Geschmacksverstärker enthalten, verzichten.

Die Produkte, die Sven Kant irgendwann in seinem rund 200 Quadratmeter großen Garten ernten wird, will er zugunsten des Hospizes verkaufen. Und er möchte den Menschen, die im Hospiz leben, nach Möglichkeit ein Kocherlebnis bieten, indem er mit ihnen gemeinsam die Produkte aus dem Garten zu leckeren und gesunden Speisen zubereitet. Darüber hinaus kann jeder den Koch und Food Designer zu sich nach Hause einladen, um von Kant bekocht zu werden. Auch hier gilt: Kant will einen Teil dieses Erlöses ebenfalls dem Hospiz zukommen lassen. Im Februar erfolgte übrigens der Spatenstich. In Stephan Muckel und Klaus Füßer, beide Mitglieder des Rates der Stadt Erkelenz, hat Sven Kant Unterstützer seiner Idee gefunden. Beide waren beim Spatenstich ebenso dabei wie auch Christina Ide, die Hospiz-Leiterin. Beim Bewirtschaften des Gartens bekommt Kant dann fleißige Hilfe seiner Familie, zu der er fünf Geschwister zählt.

Aktuell sind erst Rosmarin und Tulpen gesetzt, folgen sollen noch Kartoffeln und Salat, danach erfolgt eine sukzessive Erweiterung der Pflanzen. Zu den Tulpen führt Kant aus: „Die Blumen wachsen deshalb im Garten, weil sie ebenfalls für das Hospiz als schöne Dekoration gedacht sind.“

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