Erkelenz: Landwirte in Bonn bei Protesten gegen Agrarpläne der Bundespolitik

Erkelenz : 60 Landwirte zu Protesten in Bonn

Protesttag von Tausenden Landwirten in Bonn. 60 Fahrzeuge in Erkelenz gestartet. Ortslandwirt Fell hofft auf „mehr Akzeptanz für die heimischen Lebensmittel“.

Am frühen Dienstagmorgen versammelten sich 60 Landwirte, Lohnunternehmer sowie Mitarbeiter aus dem Landhandel auf der Tenholter Straße in Erkelenz mit Traktoren und Lastwagen. Ihr Ziel: In Bonn gegen die Agrarpläne der Bundesregierung zu protestieren. Im Konvoi fuhren die Erkelenzer in die einstige Bundeshauptstadt, wobei sich unterwegs weitere Landwirte anschlossen. „Am Ende sind wir mit 130 Fahrzeugen in Bonn angekommen“, berichtete der Erkelenzer Ortslandwirt Hubert Fell. Sie bildeten damit ein Teil von insgesamt bis zu 1000 Traktoren und landwirtschaftlichen Lkw, die nach Schätzung von Fell aus der ganzen Bundesrepublik zur Demonstration angereist waren.

„Es soll niemand vergessen: Ohne Bauern kein Essen“, hatte ein Landwirt aus dem Erkelenzer Land als Banner an seinen Traktor gehängt. Hubert Fell hatte sein Fahrzeug mit Aufklebern bestückt: „Mein Arbeitsplatz hängt ab von der Landwirtschaft.“ Der Erkelenzer leitete den Konvoi nach Bonn und am Dienstagnachmittag wieder zurück. Ihren Platz fanden die Demonstranten dort rund um das Finanzamt. „Unterwegs sind wir auf viel Verständnis der Verkehrsteilnehmer gestoßen“, lobte der Erkelenzer Ortslandwirt, dessen Hoffnung nach dem großen Protesttag ist: „Ich wünsche mir, dass wir bei der Bevölkerung mehr Akzeptanz für die heimischen Lebensmittel und deren Produzenten in der Landwirtschaft geschaffen haben.“