L 277n schon jetzt nicht mehr zeitgemäß Erkelenzer wehren sich gegen Landstraße

Erkelenz · Wenn im kommenden Sommer die L 12 zwischen Holzweiler und Keyenberg gekappt wird, braucht es dringend eine neue Verbindung. Doch mit dem derzeitigen Plan für die L 277n haben viele Bürger ein großes Problem.

 Der umstrittene Schutzwall vor Kaulhausen war in der AG Tagebau erneut Thema. Er steht weniger als 50 Meter vom ersten Hof entfernt. Je nach dem, wo genau die neue Landstraße L 354n gebaut wird, könnte er aber aus Lärmschutzgründen interessant sein.

Der umstrittene Schutzwall vor Kaulhausen war in der AG Tagebau erneut Thema. Er steht weniger als 50 Meter vom ersten Hof entfernt. Je nach dem, wo genau die neue Landstraße L 354n gebaut wird, könnte er aber aus Lärmschutzgründen interessant sein.

Foto: Ruth Klapproth

Nicht nur in Hückelhoven wird in diesen Tagen viel über den Sinn und Unsinn von Landstraßen gesprochen: Auch in der Erkelenzer Stadthalle bei der Arbeitsgemeinschaft Tagebau diskutierten am Dienstagabend Betroffene emotional über die geplante L 277n. Die Straße soll die neue Nord-Süd-Verbindung im Erkelenzer Osten werden, hat aber ein großes Problem: Geplant ist sie noch unter der Voraussetzung, dass der Tagebau Garzweiler einen deutlich größeren Teil der Stadtfläche in Anspruch nimmt und unter anderem die fünf nun geretteten Kohledörfer verschwinden. „Es ist aus unserer Sicht fatal, diese Straße auf einer Grundlage noch zu planen, die de facto noch nicht vorhanden ist“, sagte Jupp Gormanns stellvertretend für viele ähnlich denkende.