Neue Veranstaltung in Hohenbusch Kunst- und Kulturfest soll sich etablieren

Hetzerath · Die erste Auflage der neuen Veranstaltung in und an Haus Hohenbusch war ein schöner Erfolg. Kunst, Musik und mehr weckte die Neugier der Gäste. Im kommenden Jahr soll es weitergehen.

Beim Hohenbuscher Fest war auch die Taikogruppe Free Birds vertreten.

Beim Hohenbuscher Fest war auch die Taikogruppe Free Birds vertreten.

Foto: Laaser, Jürgen (jl)

Die Sequoia-Allee vor dem Herrenhaus des ehemaligen Kreuzherrenklosters an den Erkelenzer Stadttoren glänzte in güldenem Sonnenlicht, während die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher mit traditionellen japanischen Taikoklängen zur Mittagszeit zum Kunst und Kulturfest in Haus Hohenbusch willkommen geheißen wurden. Marion Hacker von den Free Birds, einer Taiko-Gruppe aus Hückelhoven, erklärte schon im Vorfeld, dass es bei ihren Vorführungen besonders auf Energie, Leidenschaft und das Spiel in der Gruppe ankäme – das bewiesen die zehn Künstlerinnen und Künstlern an den Trommeln eindrucksvoll. „Wir sind total dankbar, dass wir hier sein dürfen“, betonte Hacker.

Das erste Kunst- und Kulturfest auf Haus Hohenbusch, das am vergangenen Wochenende stattfand, war die Gelegenheit für Kunstschaffende aus dem Kreis ihre musikalischen, gestalterischen und rhetorischen Werke in einem feudalen Ambiente einem großen Publikum zu präsentieren – das Angebot an Kunst und Kultur begeisterte die Besucher.

Der Vorsitzende des Fördervereins Haus Hohenbusch, Frank Körfer, erklärte zu Beginn der Vernissage im Herrenhaus des Klostergeländes: „Wir möchten das Jahr über ein sehr stimmungsvolles Bild halten“. Er betonte: „Heute sind wir damit dran, das Haus mit Leben zu füllen“. Die Künstlerin Olga Stens stellte in einem kleinen Raum mit Blick auf den Reitplatz im hinteren Teil des Geländes ihre farbenfrohen Gemälde aus: Im Hintergrund der strahlend gelben Rapsfelder sieht man auf ihren Kunstwerken das kleine Erkelenzer Dorf Katzem – eine ganz andere Perspektive auf die kleine Ortschaft zeichneten die ausgestellten Werke der gebürtigen Moldawierin aus. Eine Besonderheit: Die Künstlerin ist 2008 im Rahmen der Sommer Kunst Akademie im Haus Hohenbusch zur professionellen Malerei gekommen – nun, 16 Jahre später, stellt sie ihre Kunstwerke an dem Ort, an dem ihre Leidenschaft richtig begann, aus. Sie freute sich über die vielen Besucher, die durch die Ausstellung schlenderten und betonte: „Das ist doch schön. Es bereitet mir Freude zu sehen, wie die Leute die Kunst hier genießen“.

Zur gleichen Zeit ging es außerhalb des Anwesens weiter mit spannenden Krimis und Geschichten, die den Zuhörerinnen und Zuhörern bei einem Stück Apfelkuchen und einer heißen Tasse Kaffee von verschiedenen Vorleserinnen und Erzählern präsentiert wurden. Musikalische Darbietung gab es unter anderem von dem Duo Eigenart, das mit einem Crossover aus Jazz, Folk und zeitgenössischer Musik an beiden Tagen des Kunst- und Kulturfests begeisterte. Musikalisch ging es weiter mit dem Dubious Orchestra aus Viersen, Mönchengladbach und Erkelenz, das in den Abendstunden am Samstag und am Sonntagnachmittag im Klosterpark musizierte. Lyrik und Klavierimprovisationen gab es im unteren Geschoss des Herrenhauses von Valerie Schippers und George Warren. Zu den gefühlvollen Klavierklängen wurden selbstgeschriebene Dichtungen vorgetragen – hier war Gänsehautstimmung vorprogrammiert.

Die Auswahl an Künstlern und Künstlerinnen wurde von Elke Bürger übernommen, die auch selbst im Herrenhaus vier ihrer Kunstwerke ausstellte – besonders die Blumenmotive schienen beliebt unter den Kunstschaffenden zu sein, viele bunte Naturmotive schmückten die Leinwände, auf denen mit Öl oder Acryl gemalt wurde.

Insgesamt elf Künstlerinnen stellten ihre Malereien und Skulpturen aus, acht Vorleser und Geschichtenerzähler nahmen die Menschen mit in eine Welt ganz abseits des Alltags und fünf musikalische Acts zeigten ihr Können auf und rund um das städtische Anwesen. Gefördert, das betonte Frank Körfer, wurde das Kunst- und Kulturfest von der Kunststiftung der Kreissparkasse Heinsberg und dem Klostercafe Hohenbusch. Erfreuliche Nachrichten hatte der Vorsitzende des Fördervereins auch noch: Er versprach, dass man sich darum bemühe, dass sich das Fest in den nächsten Jahren etablieren könne – wer also auf den Geschmack gekommen ist, wird auch 2025 die Möglichkeit haben die Feierlichkeiten rund um das alte Kloster besuchen zu können.