Erkelenz: Kreuzweise mit Vertrauen in Schwanenberg

Band überzeugt in der evangelischen Kirche: Ein Musikabend voll Vertrauen

Die erfolgreiche Band „Kreuzweise“ präsentierte in der Evangelischen Kirche Schwanenberg ihr neues Programm: Zum Thema „Vertrauen ist besser“ brachte sie neue Lieder und Texte auf die Bühne.

Spätestens wenn die ersten Takte von Schlagzeug und Bass anklingen, ist klar, welche Band in der Schwanenberger Evangelischen Kirche spielt: „Kreuzweise“ ist über die Region hinaus bekannt und erfolgreich. Die Premiere ihres neuen Programms feierte die siebenköpfige Gruppe nun in Schwanenberg und bot zum Thema „Vertrauen ist besser“ neue selbstgeschriebene Musik und Texte, die mal mitreißt, mal zum Nachdenken anregt. Schwungvoll startete die Band in den Abend: Mit dem Rocksong „Doch geliebt“ sorgten die Musiker gleich für gute Stimmung im Publikum, dank abgebildeter Strophen waren die Zuschauer zum Mitsingen eingeladen.

„Kreuzweise“ spielte einige ihrer altbekannten Lieder und noch mehr Neues, bei dem sich viel um das Motto des Abends „Vertrauen“ drehte. „Die meisten Texte entstehen einfach aus Alltagsbeobachtungen, die zum Teil schon vor dem Thema da waren und wir jetzt umgesetzt haben“, erklärt Bassist Titus Reinmuth, der alle Texte für die Band schreibt, bevor Komponist Thorsten Odenthal die Stimmung in den Strophen zu Musik umwandelt. Erst kurz vor der Premiere des neuen Programms hat „Kreuzweise“ mit dem Proben begonnen, was den vielfältigen Liedern aber nicht anzumerken ist: Der neu komponierte, mitreißende Song „Schlimmstenfalls wird alles gut“ ist auf das Motto zugeschnitten und fordert zu mehr Selbstvertrauen und Risikobereitschaft auf – Saxophon-Solo inklusive.

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Andere Lieder gleichen eher Balladen, wie „Deshalb liebe ich die Dunkelheit“ oder das gefühlvolle „Niemandsland“. Als äußerst tanzbar erwies sich „Du weißt schon wer“: „Da störten dann doch die Kirchenbänke etwas“, fügte Thorsten Odenthal abschließend hinzu und brachte die Stimmung so auf den Punkt. Neben Liedern trug Titus Reinmuth auch eigene Texte vor, die in andere Länder entführten oder aus dem Alltag erzählten und auch eine Botschaft enthielten. In „Die Hummel fliegt“ erklärt er mit einem Augenzwinkern beispielsweise: „Dass eine Hummel fliegt, ist wissenschaftlich erwiesen gar nicht möglich – dazu hat sie viel zu kleine Flügel und den falschen Körperbau. Sie tut es aber trotzdem und das aus einem einfachen Grund: Sie weiß es nicht“. Genauso sei es bei Menschen, die mit etwas Vertrauen und Kraft noch so viel schaffen können. Ab März geht die Band mit dem Programm auf Tour, dazu plant die Gruppe jedes Mal verschiedene Autoren aus Nordrhein-Westfalen einzuladen, die dann ihre eigene Texte vorlesen. So wird das Programm nur wenig verändert sein, die Premiere der Musik erwies sich aber als deutlich erfolgreich: Mit stehenden Ovationen und gleich zwei geforderten Zugaben kann sich die Band sicher sein, auch dieses Mal den richtigen Nerv getroffen zu haben.

„Für uns ist es immer besonders, die eigene Musik zu spielen – für eine Premiere haben wir daher umso lieber Schwanenberg gewählt, weil wir hier eh sehr verbunden und einfach zu Hause sind“, sagt Thorsten Odenthal. Nach der erfolgreichen Premiere steht der Tour nun nichts mehr im Weg.

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