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Erkelenz: Kreissparkasse Heinsberg mit Bilanz des Geschäftsjahres 2020

Bilanz der Kreissparkasse Heinsberg : Vertrauen wichtig in der Krise

Bilanzpressekonferenz der Kreissparkasse Heinsberg: Trotz großer Coronakrise und schwierigen Rahmenbedingungen blickt Vorstandsvorsitzender Thomas Giessing auf ein insgesamt gutes Geschäftsjahr 2020.

„Wir werden mit unserem Engagement für die Menschen und für die Region auch im Jahr 2021 nicht nachlassen.“ Thomas Giessing, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse (KSK) Heinsberg, unterstreicht das mit dem Wissen, welche Anstrengungen für die Menschen immer noch nötig sind, um durch die Corona-Krise zu kommen. „Seit fast einem Jahr ist alles anders, Corona bestimmt das Leben“, sagte Giessing, der bei der Bilanzpressekonferenz der KSK jedoch froh war, auf ein gutes Geschäftsjahr 2020 zurückblicken zu können. Gemeinsam stark für die Region, das schreibt sich die KSK auf ihre Fahnen, und ganz besonders im Jahr 2020 habe dies gegolten, weil es zur DNA der Kreissparkasse gehöre, beschrieb es Marie-Theres Jakobs-Bolten vom KSK-Vorstand. Zum wohl wichtigsten Stichwort zählte 2020 der Begriff des Vertrauens.

 Thomas Giessing ist Vorstandschef der Kreissparkasse.
Thomas Giessing ist Vorstandschef der Kreissparkasse. Foto: Klapproth, Ruth (ruk)

Zu den Zahlen: Die bekannte Null- bzw. Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) war erneut starker Begleiter und wird es für den Rest dieses Jahrzehnts auch wohl bleiben, sagte Giessing. Trotzdem war Wachstum möglich. Marie-Theres Jakobs-Bolten: „Die Bilanzsumme ist um 6,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gestiegen, auch das Kreditgeschäft stieg, und zwar um 3,4 Prozent auf 2,93 Milliarden Euro.“ Das Einlagengeschäft kletterte um zehn Prozent auf 2,88 Milliarden Euro. Die KSK nahm im Verlauf des Krisenjahres überrascht zur Kenntnis, dass die Stundungen von Krediten sich im überschaubaren Rahmen hielten.

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Zu erkennen sei, dass sich die regionale Wirtschaft zuversichtlich zeige, „was auch die Konjunkturumfrage der IHK widerspiegelt. Jedoch: Wir werden wohl erst im kommenden Jahr sehen, wie sich die Unternehmen und Branchen entwickeln. Wir müssen davon ausgehen, dass es einige treffen wird“, sagte Giessing. Die KSK habe von Beginn der Krise an der Wirtschaft zur Seite gestanden, um für Liquiditätshilfen zu sorgen.

Insgesamt, so stellte es der Sparkassenvorstand heraus, sei der Trend zum Sparen bei den Kunden deutlich erkennbar gewesen im Jahr 2020. Giessing: „Es wird mehr gespart, weil sich auch die Sorge um die Zukunft bei den Menschen zeigt. Die Kunden tendieren dazu, Geld kurzfristig anzulegen.“ Und: Die KSK empfiehlt ihren Kunden nach wie vor, ihr Geld in unterschiedlichen Anlagen aufzuteilen, unter anderem auch in Wertpapierdepots, bei denen die KSK auch Steigerungen verzeichnet hat.

„Was lernen wir aus der Krise? Man muss auf das Unerwartete vorbereitet sein. Man muss Mut haben, neue Wege zu gehen. Als Kreissparkasse hatten und haben wir eine wichtige Aufgabe. Wir spüren, dass das von den Menschen anerkannt wird“, sagte Sparkassen-Chef Thomas Giessing, der auch betonte, stolz auf seine 577 Mitarbeiter zu sein, die in der Krise großen Einsatz gezeigt haben.