Erkelenz: Kooperation zwischen Kreismusikschule Heinsberg und Cusanus-Gymnasium

Erkelenzer Cusanus-Gymnasium macht neues Angebot : Kooperation fördert Musiknachwuchs

Das Cusanus-Gymnasium schärft sein Musikprofil und ist eine Kooperation mit der Kreismusikschule eingegangen. Künftig unterrichten deren Dozenten in der Erkelenzer Schule und führen Schüler an deren Ensembles heran.

Musik und  Cusanus-Gymnasium gehören zusammen. Die BigBand. Sehr bekannt. Das Musiktheater. Ein Begriff. Chor und Orchester. Gerne gehört. Das bestehende Musikprofil will die Schule, eines der größten Gymnasien in Nordrhein-Westfalen, künftig weiter schärfen. Dazu ist eine Kooperation mit der Kreismusikschule Heinsberg geschlossen worden, die mit ihren Dozenten das Angebot des Gymnasiums bereichern wird und dafür plant, neue Lehrkräfte einzustellen.

Profitieren wollen beide Schulen von der Zusammenarbeit. Das musikalische Potenzial des Cusanus-Gymnasiums beschreibt Leiter Jörg Diepenthal als sehr große, aber ausbaufähig: „Schon bisher haben wir mit externen Musikdozenten gearbeitet, jedoch wollen wir das Angebot der Instrumente, die gelernt werden können, mit der Kreismusikschule ausbauen.“ Beispielhaft denke er dabei an Querflöte, Oboe und Fagott. „Zudem werden Dozenten der Kreismusikschule im Jahrgang fünf mit in den Unterricht gehen und Instrumentenkunde erteilen“, kündigt Diepenthal an. „Es wirkt veranschaulichend auf Kinder, wenn sie Instrumente sehen und hören können. Das wird helfen, sie für das Erlernen eines Instruments zu begeistern.“ Ihm sei es wichtig, dass sich das Cusanus-Gymnasium öffnet, um das schulische Angebot zu professionalisieren.

Acht Lehrer unterrichten am Cusanus-Gymnasium derzeit Musik. Künftig werden sie von Dozenten der Kreismusikschule unterstützt. Dazu erklärt deren Leiterin Gerda Mercks: „Für uns ist das eine gute Gelegenheit, mehr mit allgemeinbildenden Schulen zusammen zu arbeiten, denn: Schülern fehlt immer öfter Zeit, zur Musikschule zu kommen, und Eltern sind froh, sie nicht noch einmal extra fahren zu müssen.“ Einen Gewinn sieht auch die Stadt Erkelenz in der Kooperation, betont Schulamtsleiter Joachim Mützke. Sie führe sinnvoll weiter, was von der Kreismusikschule in ersten Grundschulen über das Projekt „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ begonnen worden sei.

Ideen, wie die Kooperation fruchtbar werden kann, bringen beide Seiten ein. So denkt Michael Forg, der das Musikprofil aufseiten des Gymnasiums organisiert, beispielsweise über gemeinsame Orchester und Konzerte nach. Und Gerda Mercks überlegt, die Anfänger mit Streichinstrumenten in das Juniororchester der Kreismusikschule einzubinden.

Ziel der Musikschulleiterin ist es, am Ende des ersten Schuljahres 25 Schüler für den Instrumentalunterricht gewonnen zu haben. Nachdem die Eltern informiert waren, „haben wir schon jetzt 18 Anmeldungen vorliegen. Vor allem aus dem fünften und sechsten Schuljahr.“ Gefragt seien bislang Geige, Cello, Trompete, Klarinette, E-Bass und Gitarre. „Um dieses neue Angebot am Cusanus-Gymnasium machen zu können, werden wir zwei oder drei neue Dozenten einstellen, die zu uns ins Kollegium kommen“, kündigt Gerda Mercks weiter an.