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Erkelenz: Konzert von Wolfgang Theuerzeit wegen Corona abgesagt

Theuerzeit-Konzert in Erkelenz : Absage nur Stunden vor dem ersten Ton

Das Konzert mit Wolfgang Theuerzeit in der Leonhardskapelle ist kurzfristig Corona zum Opfer gefallen. Der Musiker hatte sich sehr auf seinen ersten Auftritt nach der langen Pause gefreut – doch das Risiko war ihm zu hoch.

Lange hatte Wolfgang Theuerzeit auf den Termin hingearbeitet. Endlich solle es zum ersten Konzert in diesem Jahr nach der langen Corona-Pause kommen. Doch wenige Stunden vor dem Auftritt kam am Freitagmittag das Aus.

Das bis dahin gültige Hygienekonzept für die Leonhardskapelle war auf einmal aufgrund der extrem steigenden Infektionsquote nur noch Makulatur. Bis Freitagmorgen galt noch die Regelung, dass rund 35 Personen am Veranstaltungsort anwesend sein durften. Nach den neuen Fallzahlen wurden die Bedenken in der Verwaltung allerdings immer größer, und auch Theuerzeit erkannte das wachsende Risiko. „Wer weiß, ob überhaupt noch jemand gekommen wäre“, meinte er enttäuscht, als er sich am Mittag zur endgültigen Absage entschied.

Er hatte sich gut auf den Auftritt vorbereitet, dafür einige neue Lieder einstudiert und aus seinem Repertoire lang nicht mehr gespielte herausgesucht. Lieder zum Zuhören und Nachdenken sollte es geben. Seit Jahren ist Theuerzeit mit diesen Songs unterwegs, spielt Folk aus Deutschland, Irland und Schottland. Zu seinem Repertoire gehören auch alte, fast in Vergessenheit geratene Mundartlieder und Balladen.

Außergewöhnlich ist, dass der Folkmusiker zu den traditionellen Melodien aus Irland deutsche Texte geschrieben hat. Als besondere Beigabe werden zudem bekannte Protestsongs und Liebeslieder von deutschen Liedermachern vorgetragen. Auf Gitarre und Gesang mit Theuerzeit musste das Publikum mithin verzichten.

Einen Ersatztermin im eigentlichen Sinne gibt es nicht, da der Sänger und Gitarrist bereits schon einen Termin für nächsten Jahr Ende Oktober in der Leonhardskapelle mit der Kultur GmbH fix gemacht hat. „Schade“, sagte Theuerzeit bedauernd. Wegen der Corona-Pandemie musste er einige Konzerte in der Region absagen musste.

Und auch das letzte „vor Corona“ fiel aus: Da war es ein Sturm, der zur Absage führte. Wie es weitergeht, kann der Barde nicht sagen. „Es gibt zwar Anfragen, aber immer unter Vorbehalt.“ Ihm geht es wie vielen Künstlern: Sie sind im permanenten Zustand der Ungewissheit und müssen sich immer wieder neu motivieren, ohne zu wissen, ob sich die Mühe überhaupt lohnt.