Erkelenz: Klima-Aktivisten protestieren friedlich am Tagebau Garzweiler

Sitzblockaden und Mahnwachen gegen Braunkohle : Klimaaktivisten protestieren friedlich am Tagebau Garzweiler

Klimaaktivisten haben rund um den Tagebau Garzweiler II mit Sitzblockaden und Mahnwachen friedlich gegen die Energiegewinnung aus Braunkohle und für alternative Energien demonstriert.

Im Rahmen des 10. Klimacamps im Rheinischen Revier richtete die Aktionsgruppe „Kohle Ersetzen“ ab dem Samstagmittag Sitzblockaden an mehreren Zufahrten zum Tagebau ein, so zum Beispiel am Skywalk, am Haupteingang oder an der Nord-Süd-Kohlebahn.

Mit Slogans wie „Raus aus der Kohle, rein ins Vergnügen“ oder „Zwangsumsiedlungen machen krank“ demonstrierten die Teilnehmer für das Ende des Braunkohletagebaus. Darüber hinaus wurden an allen 11 Braunkohle-Standorten im Rheinischen Revier Mahnwachen gehalten. Insgesamt beteiligten sich 150 Aktivisten, hieß es.

„Die Aktionen sind gewaltfrei. Aber wir sind fest entschlossen, wir werden hier nicht weggehen“, sagte eine Sprecherin von „Kohle Ersetzen“ der Deutschen Presse-Agentur. Notfalls müsse die Polizei die Demonstranten wegtragen. Dazu sah der Tagebau-Betreiber RWE zunächst keine Veranlassung. „Es sind nicht alle Zufahrtswege gesperrt, deswegen gibt es keinen Anlass, zu räumen. Der Schichtwechsel ist gewährleistet, der Betrieb nicht beeinträchtigt“, sagte eine RWE-Sprecherin auf dpa-Anfrage. Die Polizei beobachtete die Demonstranten und sprach auch mit ihnen.

Vom bisher größten Camp vor zwei Jahren waren massive Störaktionen Tausender, überwiegend junger Menschen ausgegangen. Im Juni hatte es gewalttätige Proteste im Rheinischen Revier mit rund 6000 Aktivisten gegeben. Die Demonstranten waren teilweise in den Tagebau eingedrungen und hatten den Betrieb lahmgelegt. 16 Beamte waren damals verletzt worden.

(mba/dpa)
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