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Erkelenz: Kinder und Jugendliche aus Gerderath sammelten freiwillig Müll im Ort

Gerderather Kinder und Jugendliche in Aktion : Kleine und große „Müll-Helden“ sammeln der Umwelt zuliebe

Kinder und Jugendliche aus Gerderath sammelten freiwillig Müll im Ort ein. Auch der Schwarze Zug der Schützenbruderschaft St. Christopherus beteiligte sich.

Mehr als 7000 Schritte. Miriam Aust (34) ist am Ende stolz auf das gute Ergebnis ihres Schrittzählers, den die Mutter am Handgelenk trägt. Auch Söhnchen Maximilian ist trotz Hitze-Rekordtemperaturen fleißig im Einsatz.

Der vierjährige Knirps, der den katholischen Kindergarten besucht, sammelt gemeinsam mit zahlreichen Mädchen und Jungen aus dem städtischen und dem katholischen Kindergarten sowie aus der evangelischen Jugendeinrichtung Cirkel freiwillig Müll und Liegengebliebenes ein. Auch der Schwarze Zug der Gerderather St. Christophorus-Schützenbruderschaft beteiligt sich. „Die Anwohner und Passanten haben unsere Aktion sehr begrüßt und den Kindern sogar Süßigkeiten geschenkt“, berichtet Cirkel-Leiterin Mona Bobrow von den süßen Belohnungen für die umweltbewussten Naschkatzen. Sie teilte den Ort in sechs Bereiche ein, von denen immerhin fünf einer gründlichen manuellen Säuberung unterzogen werden. Wegen der großen Hitze haben einige Teilnehmer abgesagt.

Vor allem Zigarettenkippen, kaputte Flaschen, Kornkorken und sogar leere Batterien finden die jungen Müllsammler, die mit ihren Eltern auf Tour gehen und von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs in Erkelenz mit Zangen und Abfallsäcken ausgestattet wurden. Am heutigen Montag holen die Bauhof-Mitarbeiter aus der Erka-Stadt den Unrat ab.

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Nach der Sammel-Tour in kleinen Gruppen kommen die kleinen und großen „Müll-Helden“, die von Mona Bobrow „Helden-Medaillen“ erhalten, im Cirkel zusammen, wo sie sich nach getaner Arbeit in der starken Gluthitze erstmal stärken dürfen. Kuchenbuffet, Säfte, Wasser, Apfelschorle und Muffins sind ganz nach dem Geschmack der Teilnehmer, die sich für ihre spektakuläre Aktion sogar mit bunter Kriegsbemalung verschönert haben. „Schließlich kämpfen wir ja gegen den Müll“, schmunzelt Einrichtungsleiterin Mona Bobrow. René Steiner, Vorsitzender des Fördervereins für den katholischen Kindergarten, ist überrascht von der gesammelten Müll-Menge. „Ich habe mit weniger gerechnet.“

Die Aktion unter dem Motto „Der Umwelt zuliebe“ soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Bobrow hofft auf weitere Zusagen aus den Ortsvereinen.