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Erkelenz-Keyenberg: Aktivisten errichten Baumhausdorf gegen Tagebau Garzweiler II

Im Wald bei Erkelenz-Keyenberg : Aktivisten errichten Baumhausdorf gegen Tagebau Garzweiler II

Ein neues Baumhausdorf gegen den Tagebau Garzweiler II ist während des Aktionswochenendes der Klimaaktivisten in einem Wald bei Erkelenz-Keyenberg entstanden. Der Wald soll von RWE gerodet werden, um die darunterliegende Braunkohle zu verstromen. Die Aktivisten kündigten an, dort längerfristig zu bleiben.

„Mit dem Projekt startet ein Baumhausdorf am Tagebau Garzweiler II“, teilte die Aktionsgruppe „Unser aller Wald“ mit. Die Gruppe hat nach eigenen Angaben im Wald bei Keyenberg Baumhäuser in bis zu 18 Metern Höhe errichtet. Die Mitglieder von „Unser aller Wald“ kündigten an, in dem Waldstück zu bleiben, um gemeinsam mit den Dorfbewohnern die Zerstörung zu verhindern und für Klimagerechtigkeit zu streiten. „Unser Protest endet erst, wenn alle Dörfer und Wälder bleiben. Wenn kein Kohlebagger mehr läuft und niemandes Bedürfnisse mehr für Profit verletzt werden“, erklärte Julia Riedel, Sprecherin der Gruppe „Unser aller Wald“.

Am letzten Septemberwochenende waren im Rahmen der Protestaktionen Tausende Menschen im rheinischen Revier. Aktivisten blockierten fossile Infrastruktur mit dem Ziel, einen sofortigen Braunkohlestopp zu erwirken. RWE plant weiter bis 2038 Braunkohle zu fördern.Mit Keyenberg, Kuckum, Unterwestrich, Oberwestrich und Beverath sollen noch sechs Dörfer im Erkelenzer Land dem Tagebau Garzweiler II weichen, rund 1600 Menschen sind dort von Umsiedlung betroffen. „Wir werden das nicht zu lassen. Wir bleiben hier und stellen uns der Klimazerstörung entgegen“, kündigt Julia Riedel an.