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Erkelenz: Keine Zukunft mehr für Runden Tisch

Bürgerbeteiligung in Erkelenz : Keine Zukunft mehr für Runden Tisch

Knapp zehn Jahre war der Runde Tisch in Erkelenz ein wichtiges Organ zur Bürgerbeteiligung. In den vergangenen Jahren war er allerdings kaum noch gefragt.

(RP) Mehr als zehn Jahre galt der Runde Tisch in Erkelenz als wichtige Institution, um die Anliegen von Bürgern – gerade denen aus der älteren Generation – an die Stadtverwaltung heranzutragen. Zuletzt war es ruhig geworden um den Runden Tisch – nun hat Organisator Jürgen Seeler dessen Ende verkündet.

2006 war die regelmäßige Versammlung ins Leben gerufen worden, noch 2016 nahmen zur 16. Sitzung 55 Bürgerinnen und Bürger teil, wie sich Seeler erinnert. Einige Verbesserungen in Erkelenz seien auf den Runden Tisch zurückzuführen: Etwa das altersgerechte Wohnen im Bauxhof, die „Nette Toilette“, das Aufstellen von Hundekottütenspendern oder die Projekte „fahrradfreundliche Stadt“ und „Wege ohne Behinderung“.

Jürgen Seeler erinnert sich, der damalige Bürgermeister Peter Jansen habe in seiner Rede zum zehnjährigen Bestehen noch darauf hingewiesen, dass es gelungen sei, „Bürger ohne politische Bindungen anzusprechen, damit sie sich bei den unterschiedlichsten Themen einbringen können.“ In den vergangenen Jahren kam es allerdings nicht mehr zu Treffen – warum, darüber gibt es in der Stadtverwaltung, Politik und bei Seeler selbst verschiedene Ansichten. Mittlerweile sind bei der Stadtverwaltung bei größeren Entscheidungen Bürgerbeteiligungsverfahren ohnehin Standard, zudem haben die Ratsfraktionen von CDU, SPD, FDP und Freien Wählern in diesem Jahr einen Antrag gestellt, der die Bürgerbeteiligung transparenter und digitaler macht. Seeler sah trotzdem noch eine Zukunft für den Runden Tisch, sagt nun aber, er sei „zu dem Entschluss gekommen, gegen Windmühlen zu kämpfen, lohnt sich nicht“.

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Ganz vorbei soll es mit dem Runden Tisch aber auch in Zukunft nicht sein. Karl-Heinz Frings von der Bürgerpartei kündigte als neuer Vorsitzender des Ausschusses für Generationen und Soziales bereits an, dass insbesondere Anliegen für Erkelenzer Senioren intensiver in den Ausschusssitzungen besprochen werden sollen – und dass diese Sitzungen künftig in regelmäßigeren Abständen stattfinden sollen.