Erkelenz: Kaninchenzüchter präsentieren in Kückhoven Zuchterfolge

Bewertet und ausgezeichnet: Kaninchenzüchter zeigen Zuchterfolge

Bei ihrer alljährlichen Schau präsentierten die Züchter des Kaninchenzuchtvereins R8 Kückhoven ihre Zuchterfolge. Für die jungen Besucher war ein Streichelgehege eingerichtet worden.

Putzig anzuschauen waren die Kaninchen, die die Züchter des Kaninchenzuchtvereins R8 Kückhoven bei ihrer alljährlichen Schau am Wochenende in der Kückhovener Mehrzweckhalle präsentierten.

Insgesamt 60 Kaninchen aus sieben verschiedenen Rassen, deren Bestand zum Teil gefährdet ist, stellten sich den kritischen Augen der Preisrichter Alexander Langer aus Viersen und Edwin Engels aus Erkelenz. Sie bewerteten die Tiere im Vorfeld der Schau. Wichtige Kriterien sind dabei der Körperbau und das Gewicht der Tiere, ihre Fellbeschaffenheit, Haarstruktur, Fellzeichnungen sowie Farbschläge. Zusätzlich wird der Pflegezustand beurteilt.

Zu den auf der Schau vertretenen Rassen zählten Lux- Satin- und Separatorkaninchen, Zwergwidder in schwarz und wildfarben, Rheinische Schecken sowie die Rassen „Marburger Feh“ und „Alaska“.

Mit der Landesverbandsmedaille wurde ein Rammler der Rasse „Marburger Feh“ von Klaus Stumm ausgezeichnet und hiermit zum besten Tier der Schau gekürt. Er konnte sich auch die Vereinsmeisterschaft sichern: die 388,0 Punkte, mit denen seine „Marburger Feh“ bewertet wurden, konnte durch keinen anderen Züchter überboten werden. Die Zuchtgemeinschaft Bordahn erhielt mit „Alaska“ 387,5 Punkte. Besonderheit dieser Rasse ist ihr glänzend schwarzes Fell. Dritter Vereinsmeister wurde Bruno Stumm mit 386,5 Punkten. Er erhielt mit seinen Zwergwiddern in schwarz ebenfalls die Auszeichnung für den besten Rammler und die beste Häsin des Jahrgangs („Beste 1.1“). Mit ihren großen Schlappohren zog diese Kaninchenrasse die Blicke zahlreicher Besucher auf sich.

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Die beste Junghäsin hatte Michael Finken zur Schau mitgebracht: Es war eine seiner „Rheinischen Schecken“, eine selten gewordene Rasse, die nicht einfach zu züchten ist. Das beste männliche Jungtier war wiederum ein „Marburger Feh“ von Klaus Stumm.

Ein zusätzliches Streichelgehege zog besonders die jungen Besucher der Schau an. Sie durften zu den Kaninchen, Jungtieren der Rasse „Zwergwidder schwarz“, in das Gehege und die flauschigen Mümmelmänner streicheln, was den Tieren sichtlich gefiel. „Ich habe es schon erlebt, dass die Kaninchen nach der Schau viel zutraulicher waren“, erzählt Ausstellungsleiter Klaus Stumm.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1922 wird die Vereinsmeisterschaft jährlich ausgerichtet. „Nur einmal haben wir die Schau wegen einer Seuche aus Sicherheitsgründen abgesagt“, berichtete Ausstellungsleiter Klaus Stumm.

Zehn Mitglieder des Vereins züchten heute noch aktiv. „Unsere Züchter sind regelmäßig erfolgreich bei Kreis- und Landesmeisterschaften sowie der Deutschen Meisterschaft vertreten“, erzählt Stumm stolz, „nächsten Monat schicken wir sogar mehrere unserer Tiere zur Europameisterschaft nach Dänemark.“

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