Erkelenz: Jahresabschluss der Stadt auch 2019 besser als erwartet

Stadtverwaltung erwirtschaftet sattes Plus : Gute Finanzprognose für Erkelenz

Für 2019 hatte der Erkelenzer Kämmerer ein Minus von 1,9 Millionen eingeplant. Doch scheint es, als würde das Jahresergebnis besser ausfallen.

Der Haushalt der Stadt Erkelenz für 2018 mit einem Volumen von rund 106 Millionen Euro war bei der Verabschiedung im Dezember 2017 nur mit einer knappen Mehrheit von 26 gegen 20 Stimmen vom Stadtrat verabschiedet worden. Nunmehr, beim Beschluss über den tatsächlichen, vom Rechnungsprüfungsausschuss abgesegneten Rechnungsabschluss für 2018, herrschte Einstimmigkeit im Hauptausschuss, der damit einmütig dem Stadtrat den Abschluss empfahl.

Im Dezember 2017 war Kämmerer Norbert Schmitz noch von einem Minus in Höhe von 286.000 Euro ausgegangen, das durch einen Griff in die Ausgleichsrücklage abgedeckt werden sollte. Schmitz hatte sich gewaltig „verrechnet“. Statt des Minus’ verzeichnete er in der Abschlussbilanz für 2018 ein sattes Plus von rund 6,6 Millionen Euro. Sprudelnde Steuereinnahmen und eine strikte Kostendisziplin bei den Aufwendungen nannte der Kämmerer als Gründe für das aus seiner Sicht „sehr gute Ergebnis“. Die 6,6 Millionen Euro werden der Ausgleichsrück­lage zugeführt. Dadurch kann sie zum 31. Dezember 2018 auf einen neuen Rekordwert von 21,7 Millionen Euro angefüllt und damit allein in den Jahren 2018 und 2019 fast verdoppelt werden. Trotz dieser großen Investitionen gelang es nach Schmitz‘ Worten, die Verschuldung erneut zu senken. 2018 wurden knapp zehn Prozent netto getilgt, so dass in fünf Jahren der Schuldenstand von 21,6 Millionen auf 10,8 Millionen Euro zum Ende 2018 reduziert werden konnte.

Für 2019 hatte der Kämmerer ein Minus von 1,9 Millionen eingeplant. Doch scheint es, als würde das Jahresergebnis besser ausfallen, wie er andeutete. Der Etatentwurf für 2020 soll am Wochenende den Politikern zugestellt werden.

Nach der einstimmigen Empfehlung zum Jahresabschluss 2018 erteile der Hauptausschuss bei seiner Sitzung im Rathaus auch dem Bürgermeister einstimmig Entlastung. Das letzte Wort hat jetzt der Stadtrat bei seiner nächsten Sitzung.

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