Erkelenz: Idee für mehr Barrierefreiheit von Geschäften

Angebot für Erkelenzer Einzelhandel : Klingeln für mehr Barrierefreiheit

In Erkelenz leben mehr als 8000 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Für sie ist Barrierefreiheit ebenso wichtig wie für Senioren oder Eltern, die einen Kinderwagen schieben.

„Selbst kleinste Stufen können für sie eine unüberwindbare Barriere darstellen“, erklärt Andreas Ullmann, der ehrenamtliche Behindertenbeauftragte von Erkelenz, und wirbt mit Bürgermeister Peter Jansen dafür, dass die Einzelhändler aus Erkelenz sich an einer Klingel-Aktion beteiligen: „Die Klingel soll den Eintritt in Ladenlokale, deren Eingänge nicht barrierefrei sind, erleichtern.“

Idee ist es, kostenlos batteriebetriebene Klingeln an Geschäftsinhaber auszugeben, die per Klebestreifen in Selbstmontage angebracht werden können. „Sicherlich sind die Einzelhändler auch jetzt schon behilflich, wenn Kunden die Stufen zum Ladenlokal nicht meistern können. Mit der für alle sichtbaren Klingel besteht aber die Möglichkeit, diesen Servicegedanken transparent zu machen“, haben Peter Jansen und Andreas Ullmann in einem gemeinsamen Brief an Erkelenzer Geschäftsinhaber geschrieben: „Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen, dass in Erkelenz Hilfe angeboten wird. Erkelenz ist eine Einkaufsstadt, die für ihre Kunden viel zu bieten hat.“ Für alle solle die Klingel signalisieren: Wird sie gedrückt, kommt Hilfe.

Leider sei es ihm nicht möglich, alle Geschäfte selbst aufzusuchen, um für die Teilnahme zu werben, erklärt der Behindertenbeauftragte. Dennoch hofft er auf eine rege Teilnahme. Per E-Mail können sich Interessierte bei ihm bis zum 31. März melden (behindertenbeauftragter@erkelenz.de). Ullmann: „Danach wird dann geprüft, ob und wie die Umsetzung der Aktion möglich wird.“

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