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Erkelenz: Heimatverein der Erkelenzer Lande mit Bücherbörse

Bücherbörse des Heimatvereins : Lesestoff in Hülle und Fülle

Zum 38. Mal fand die Bücherbörse des Heimatvereins der Erkelenzer Lande statt.

Bücher über Bücher – wohin der Besucher im Alten Rathaus auch blickte, überall standen und lagen Bücher gestapelt, ungeordnet oder in offenen Kartons gelagert auf Tischen. Auch bei der 38. Heimatkundlichen Bücherbörse des Heimatvereins der Erkelenzer Lande am Wochenende gab es Lesestoff in Hülle und Fülle. Bis kurz nach der Eröffnung am Samstag hatte das Team um Hubert Rütten Bücher platziert und geordnet. „Viele Romane und Bildbände, die wir aus Wohnungsauflösungen und aus Erbfällen erhalten haben, geben wir hier an Interessierte ab“, erläutert Rütten, der vor drei Jahren die Organisation der Bücherbörse von Theo Görtz übernommen hat.

Gegen eine Spende kann sich jeder mit Literatur eindecken; angefangen vom Klassiker bis hin zum Liebesroman oder Krimi. „Nur für die heimatkundlichen Bücher, da verlangen wir feste Preise.“ Dies gilt für die Heimatkalender ebenso wie für die Bände aus der Schriftenreihe des Heimatvereins und die anderen Erzeugnisse, wie etwa CDs oder Karten, in denen die Heimatkundler ihre Arbeit dokumentiert haben. Und wer gut aufpasste, entdeckte in der schier unübersichtlichen Zahl der Druckwerke auch noch eine Schallplatte: „Die kleine Erka-Stadt“.

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Wie schon in den Vorjahren ist nicht nur der Heimatverein an dieser Bücherbörse im Alten Rathaus am ersten Adventswochenende beteiligt. Gewissermaßen zum Inventar gehören Axel und Silvia Dinstühler aus Hetzerath. Für sie ist es seit 35 Jahren ein Hobby, auf Bücherbörsen Raritäten aus der Heimatgeschichte, aber auch unterhaltsame Literatur anzubieten. „Erkelenz gehört selbstverständlich dazu“, meint Axel Dinstühler, der mit seiner Frau auch anderenorts, etwa in Jülich, Linnich und Kreuzau, die „Schätze“ ausstellt. Für ihn ist die Bücherbörse wie für den Nachbarn im großen Sitzungssaal, der vornehmlich heimatkundliche Literatur aus dem alten Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg vorrätig hat, in erster Linie eine angenehme Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Der Heimatverein und die beiden hobbymäßigen Mitstreiter haben den großen Saal komplett in Beschlag genommen. „Theologische Literatur und sonstiges haben wir im Dachgeschoss untergebracht“, sagt Rütten. Auf dem Dachboden befinden sich auch noch weitere Kisten mit unzähligen Büchen, für die in diesem Jahr kein Platz mehr war.

Ungezählt sind auch die Bücher, die Klaus Lottes mitgebracht hat. Der Besucher hat Mühe, sich im Erdgeschoss durch die Bücherberge und Gemälde einen Weg zur Treppe zu bahnen. Auch dieser Teilnehmer an der Bücherbörse ist schon seit einer gefühlten Ewigkeit dabei. „Ich habe schon vor Jahren draußen vor dem Alten Rathaus bei Trödelmärkten mitgemacht“, verrät er, während er die Interessenten beobachtet, die sich durch die Stapel der Bücher wühlen. Je älter, umso schöner ist für den Mann aus Ratheim sein antiquarisches Material. Und schön ist die Fundgrube auch für den ehemaligen Schuhmachermeister aus Erkelenz, der so lange in den Kisten und auf den Tischen wühlt, bis er tatsächlich ein Buch aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gefunden hat, das das Schuhmacherhandwerk zum Thema hat.