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Erkelenz: Haus Hohenbusch hat viel vor im neuen Jahr

Programm in der historischen Klosteranlage bei Hetzerath : Haus Hohenbusch hat viel vor im neuen Jahr

Trotz einer noch ungewissen Corona-Zukunft hat der Förderverein Hohenbusch ein umfangreiches Programm vorgestellt. Der Kräutergarten ist fertig und soll im neuen Jahr eingeweiht werden.

Corona-bedingt ging in diesem Jahr auch auf Haus Hohenbusch nur wenig. Umso mehr vorgenommen hat sich der Förderverein der bedeutendsten Kulturstädte der Stadt für 2021. „Wir haben viel absagen müssen“, sagt Vorsitzender Frank Körfer, „für 2021 haben wir Zuversicht, dass wir viele Projekte anpacken können“.

Dementsprechend üppig ist das Angebotsheft für das kommende Jahr: 30 Events sind geplant, darunter Großveranstaltungen wie das Electrisize-Festival mit 20.000 Besuchern, Kunstausstellungen und Gottesdienste bis zu Kräuterkunde-Workshops. „Als wir vor fünf Jahren mit dem Jahresprogramm angefangen haben, hatten wir ein Blatt, auf dem neun Punkte standen, von denen drei Wiederholungen waren. Jetzt ist eine richtige Broschüre daraus geworden“, so Körfer stolz.

Bürgermeister Stephan Muckel ist erfreut über die Entwicklung: „Wir freuen uns, dass es hier vorwärts geht. So etwas geht nur Hand in Hand zwischen Ehrenamt und Stadt.“ Das Programm bilde einen „Dreiklang aus Kultur, dem historischen Ort Hohenbusch und der Naturkunde“ ab. Als Naherholungsziel sei Haus Hohenbusch für Erkelenz ein Aushängeschild: „Wer hier die Ruhe und die Atmosphäre genießen will, kann das tun, wer Musik und Kunst genießen will, kann das ebenfalls.“ Nicole Stoffels vom Stadtmarketing ergänzte: „Haus Hohenbusch ist ein touristisches Pfund.“

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Einer der Höhepunkte für 2021 soll der Kräutergarten werden, der Anfang Mai hinter dem Herrenhaus eröffnet wird. Die Baumaßnahmen seien so gut wie abgeschlossen, der Schotterweg fertiggestellt worden, erklärte Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt. Vorausgegangen sei die Idee, den Garten so zu gestalten, wie er früher war. Eine Zisterne soll die Pflanzen mit Wasser versorgen, nun würden noch die Kräuter fehlen. „Das Frühjahr ist die beste Pflanzzeit, dann kann der Garten mit Leben gefüllt werden“, sagte Lurweg. Die Biologin Christiane Leonards-Schippers, die naturkundliche Kurse in der Klosteranlage anbietet, hat nach Methode der Heiligen Hildegard von Bingen 40 Kräuter ausgewählt, die künftig auf 160 Quadratmetern angepflanzt werden sollen. „Ich bin froh, dass unsere Kräuter freigelassen werden“, sagte sie. Schließlich seien die Kräuter bislang in Töpfen gehalten worden. „Jetzt wollen wir vielen Leuten den Einstieg in die Kräuterkunde ermöglichen und zum Beispiel erklären, wie sie bei Magen-Darm-Beschwerden helfen können“, sagte Leonards-Schippers.

Eine Besonderheit des Gartens: In Zusammenarbeit mit der Universität Marburg, die sich auf Projekte für Sehbehinderte spezialisiert hat, sind Schilder blindengerecht gestaltet. „Das ist das Konzept, das auch der Botanische Garten in Frankfurt verwendet hat, so gesehen sind wir also auf einer Stufe“, sagte Frank Körfer. Offiziell soll der Kräutergarten als „Duft- und Blindengarten“ firmieren. Seit Dezember ist Haus Hohenbusch zudem um einen Baum reicher: Zu Ehren des neuen Bürgermeisters hat der Förderverein einen Baum einpflanzen lassen, das erste Gießen übernahm Stephan Muckel persönlich. Die Robinie ist der Baum des Jahres 2020, das Einpflanzen soll künftig zur Tradition werden.