Erkelenz: Hastenraths Will ermittelt wieder im Dorfkrimi von Christian Macharski

Ein Landwirt, der wieder ermittelt : Mit Hastenraths Will auf Spurensuche

„Die Stunde der Wahrheit“ – so lautet der Titel des neuen Werkes, das Christian Macharski am 5. November veröffentlicht. Die erfolgreiche Dorfkrimireihe bekommt so ihren achten spektakulären Fall.

Eigentlich will sich Marlene Hastenrath im Kuhstall nur um das Wohl der Kühe kümmern. Doch dann erblickt sie diesen Mann, der sich im Heu versteckt hat. Eine Mistgabel und ein massiver Eimer helfen Marlene dabei, den Unbekannten auf resolute Art zu überwältigen. Wer er ist – das weiß der Mann noch nicht mal selbst.

Hier nimmt die spannende Geschichte an Fahrt auf. Hier ist der Punkt gekommen, an dem Hastenraths Will wieder ermittelt. Saffelens erfolgreicher Landwirt und Ortsvorsteher ist also erneut gefragt. Oder vielmehr: sein Spürsinn. Comedian und Autor Christian Macharski schickt seine Kultfigur zum nunmehr achten Mal in die Welt der Kriminalität – „Die Stunde der Wahrheit“, so lautet der Titel seines achten Dorfkrimis, der am Montag, 5. November, offiziell veröffentlicht wird.

Der Mann, den Wills Frau Marlene im Kuhstall überwältigt hat, leidet an einer Amnesie. Weil es Marlene so fürchterlich leid tut, was sie dem Mann im Kuhstall angetan hat, versorgt sie ihn rührend auf dem heimischen Hof der Hastenraths. Es stellt sich heraus, dass der Mann, den man schließlich Walter nennt, hochintelligent ist, besonders im buchhalterischen Bereich, was sich wiederum Will zunutze macht, schlägt dieser sich doch mit einer unangenehmen Betriebsprüfung herum. Nebenbei plagt sich Walter aber immer noch mit der Tatsache, um seine Erinnerung zu kämpfen.

Aber da sind schließlich auch Kommissar Kleinheinz, Richard Borowka und Fredi Jaspers, die dem Geheimnis um Walter immer näher kommen. Kurzum: Die Grenze zwischen Gut und Böse verwischt mehr und mehr, so dass ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Zwei Jahre hat sich Christian Macharski Zeit gelassen, damals veröffentlichte er mit „Die Geliebte des Mörders“ den siebten Fall um Hastenraths Will. Zwischendurch hatte er an seinem erfolgreichen Soloprogramm „Die Welt ist ein Dorf“ sowie auch am Weihnachtsprogramm gearbeitet. „Vor allem im Juli und August habe ich in einem fensterlosen Kellerverlies geschrieben“, merkte Christian Macharski schmunzelnd an. Weil er derart im Schreibfluss war, war schlichtweg keine Zeit mehr für die Rasur, so dass ihm ein stattlicher Bart wuchs – mit dem Macharski übrigens im Klappentext des brandneuen Buches zu sehen ist. Während der Recherchearbeit an seinem neuen Werk hat Christian Macharski nicht nur wieder viele Gespräche mit Kommissaren, sondern diesmal auch mit Ärzten geführt, um eben Walters Zustand zu beschreiben.

Obwohl der Autor seine Kunstfigur Hastenraths Will und auch weitere Protagonisten wie Richard Borowka und Fredi Jaspers weiterentwickelt, ist fürs Lesen des neuen Falls die Kenntnis über die vorherigen sieben Werke nicht unbedingt nötig, weil Macharski erneut eine in sich geschlossene Geschichte konstruiert hat.

Was Saffelen mit organisierter Kriminalität zu tun hat und welch tragische Verletzung sich Fredi Jaspers zuzieht – all’ das verrät das Buch „Die Stunde der Wahrheit“. Einen interessanten Einblick gewährt Christian Macharski auch bei den Lesungen, die im November geplant sind. Via Leinwand wird etwa die Hauptfigur des Dorfkrimis, Hastenraths Will, immer mal wieder zugeschaltet sein, um knifflige Passagen oder Zusammenhänge fürs Publikum zu erläutern. „Diese authentischen Augenzeugenberichte aus erster Hand verdichten die Spannung des Vortrags fast bis ins Unerträgliche“, verspricht Autor Christian Macharski. Der Kartenvorverkauf für die einzelnen Lesetermine hat bereits begonnen.